Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 045 - 19.12.2016

DGB-Stadtbahn wirbt für Kurswechsel in der Rentenpolitik

„Rente muss reichen. Kurswechsel: Die gesetzliche Rente stärken!“ – mit diesem Slogan beklebt fährt ab dem 19. Dezember eine Stadtbahn für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) durch Hannover. Die Bahn wird bis zur Bundestagswahl im nächsten Jahr in der Stadt zu sehen sein. Der DGB macht so darauf aufmerksam, worauf es bei der Rentenpolitik ankommt.

In Niedersachsen erhalten Männer durchschnittlich 1.105 Euro Altersrente. Inflationsbereinigt liegt die Rente somit rund 71 Euro niedriger als 2005. Frauen erhalten derzeit durchschnittlich 575 Euro Altersrente, damit liegen sie deutlich unter der Armutsgefährdungsschwelle für Ein-Personen-Haushalte in Niedersachsen von derzeit 930 Euro. Die Folge ist steigende Altersarmut: In den letzten zehn Jahren ist die Armutsgefährdungsquote von niedersächsischen RentnerInnen und PensionärInnen von 11,6 auf 17,2 Prozent gestiegen.

Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt sagte: „Wir wollen die gesetzliche Rente stärken. Das Rentenniveau muss zügig bei 48 Prozent stabilisiert und in einem weiteren Schritt angehoben werden. Die Politik muss jetzt die Weichen für einen Kurswechsel richtig stellen. Die Rentenreformen der letzten zehn Jahre haben die derzeitigen Probleme in der Rente geschaffen. Nur eine starke, solidarische gesetzliche Rente bietet eine sichere Altersversorgung. Dafür werden wir Gewerkschaften uns einsetzen.“

Weitere Informationen: www.rente-muss-reichen.de

DGB-Stadtbahn

Die beklebte Stadtbahn wartet auf dem Betriebshof Glocksee auf ihren Einsatz. DGB/Kolbeck-Landau


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