Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 017 - 06.06.2017

5 Filme für DGB-Preis nominiert

Der DGB-Preis für gesellschaftlich engagierte Filme wird in diesem Jahr bereits zum zwanzigsten Mal vergeben. Die Auszeichnung wird wie in den Vorjahren im Rahmen des Internationalen Filmfestes Emden-Norderney verliehen. Das Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro geht an die Regie des Films, der die beste Bewertung des Publikums erhält. Katy Hübner, Bereichsleiterin Region Nord der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, wird die Auszeichnung am Sonntag, dem 11. Juni im Rahmen der Preisverleihungsgala des Filmfestes im Neuen Theater in Emden überreichen.

Anlässlich des Jubiläums wirft der DGB in seinem Filmgespräch einen Blick zurück auf 20 Jahre Filmpreis und die bisherigen Gewinnerfilme. Im Gespräch mit Gästen und Teilnehmenden stellt Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur zudem die für den DGB-Preis 2017 nominierten Filme vor. Das Filmgespräch findet statt am Freitag, dem 9. Juni, von 14.30 bis 16.30 Uhr im vhs-Forum, An der Berufsschule 3, Emden. Der Eintritt ist frei.

Beim DGB-Empfang „Blaue Stunde“ sprechen Dorothee Jürgensen (DGB-Region Oldenburg-Ostfriesland) und Tina Kolbeck-Landau (DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt) mit Talkgästen über die Bedeutung des DGB-Filmpreises für das Filmfest, Gewerkschaften und die Kinobranche. Anschließend ist bei Getränken und Häppchen Gelegenheit zum lockeren Gespräch. Der Empfang findet statt am Freitag, dem 9. Juni von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Café Henri’s, Hinter dem Rahmen 5a, Emden.



Fünf Filme für DGB-Filmpreis 2017 nominiert

In diesem Jahr sind zwei Dokumentationen und drei Spielfilme nominiert, darunter zwei deutsche Erstaufführungen. Das Themenspektrum reicht von Integration und Diskriminierung über Verfolgung und Krieg bis hin zu den Folgen des Klimawandels.


Auf dünnem Eis – Die Asylentscheider

Deutschland 2017. Regie und Buch: Sandra Budesheim, Sabine Zimmer


Der Film begleitet vier Asylverfahren von der Anhörung bis zum Moment, in dem die Geflüchteten ihren Bescheid in den Händen halten. „Auf dünnem Eis“ bricht die große Politik auf den Einzelfall herunter und gibt den nackten Zahlen Gesichter.

Bild Asylentscheider

Filmfest Emden


DIE MIGRANTIGEN

Österreich 2017. Regie: Arman T. Riahi


„Die Migrantigen“ ist eine politisch unkorrekte Komödie über moderne Klischees und falsche Identitäten. In den Hauptrollen: Marko und Benny, zwei Wiener mit Migrationshintergrund, die sich in einer TV-Dokuserie als kleinkriminelle Migranten ausgeben.

Filmbild Migrantige

Filmfest Emden


EIN SACK VOLL MURMELN

Kanada/Frankreich/Tschechien 2017. Regie: Christian Duguay. Deutsche Erstaufführung.

Paris, 1941: Um sie zu retten, schicken ihre Eltern die beiden jüdischen Brüder Joseph und Maurice in die noch nicht von den Deutschen besetzte Stadt Menton. Der Plan ist riskant, doch vielleicht ihre einzige Chance. Eindringlich und berührend erzählt der Film die wahre Geschichte des Autors Joseph Joffo.

Filmstill USDB

Filmfest Emden

INNEN LEBEN – INSYRIATED

Belgien/Frankreich/Libanon 2017. Regie und Buch: Philippe Van Leeuw

Während auf den Straßen der Krieg tobt, versucht die resolute Oum Yazan verzweifelt, in ihrer kleinen Wohnung für Familie und Nachbarn den Alltag aufrechtzuerhalten. Bestürzend intensiv zieht „Innen Leben“ die ZuschauerInnen hinein in die Kriegswirklichkeit der Menschen.

 

Filmstill Innen Leben

Filmfest Emden


THANK YOU FOR THE RAIN

Großbritannien/Niederlande 2017. 87 min. Original mit Untertiteln. Regie: Julia Dahr. Deutsche Erstaufführung.

Der kenianische Landwirt Kisilu Musya dokumentiert in einem Video-Tagebuch die Folgen des Klimawandels für das Leben seiner Familie. Den Delegierten des Weltklimagipfels in Paris berichtet er von den erschütternden Konsequenzen für seine Heimat. Ein bewegender und aufklärender Film.

Filmstill TYFTR

Filmfest Emden


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

DGB fördert sozialkritische Filme

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