Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 039 - 01.12.2016

Arbeitslosigkeit steigt massiv - durch Investitionen Beschäftigung schaffen

Anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit weist der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) darauf hin, dass die verdeckte Arbeitslosigkeit in Niedersachsen deutlich angestiegen ist. Während die offizielle Statistik der Bundesagentur für Arbeit nur 241.724 arbeitslose Personen zählt, rechnet der DGB vor, dass weitere 84.880 Menschen ohne Arbeit sind. Diese werden offiziell nicht als arbeitslos gezählt, weil sie sich in so genannten Maßnahmen wie etwa Bewerbungstrainings befinden oder weil sie älter als 58 Jahre sind. Tatsächlich waren daher im November 2016 nach DGB-Berechnungen 326.604 Menschen ohne Arbeit, das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Hartmut Tölle erklärte: „Ohne schwarzmalen zu wollen: Die tatsächliche Arbeitslosigkeit in Niedersachen nimmt stark zu. Die Politik darf dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen. In vielen Bereichen verfällt die Infrastruktur, es gibt enorme Investitionsbedarfe. Bund, Land und Kommunen müssen jetzt investieren und so mehr Beschäftigung schaffen.“

Hintergrund:

In den vergangenen zwanzig Jahren wurden Gruppen von Betroffenen aus der Arbeitslosenstatistik entfernt. Diese Menschen werden in einer gesonderten Statistik der Bundesagentur für Arbeit erfasst und als „Unterbeschäftige“ bezeichnet. Im November 2016 waren in Niedersachen insgesamt 327.460 Personen „unterbeschäftigt im engeren Sinne“.  856 Personen davon gehen einer öffentlich geförderten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Damit liegt die tatsächliche Arbeitslosigkeit bei 326.604 Personen.


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