Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 011/2016 - 29.04.2016

Landtagsanhörung: DGB fordert Ausbildungsgarantie

Bei einer Anhörung im Kultusausschuss des niedersächsischen Landtages zur beruflichen Bildung machte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) heute auf die angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Niedersachsen aufmerksam und forderte die rot-grüne Landesregierung auf, die im Koalitionsvertrag angekündigte Ausbildungsgarantie umzusetzen. Aus Sicht des DGB ist der von den Fraktionen der SPD und der Grünen vorgelegte Antrag ein Schritt in die richtige Richtung.

Wie der Berufsbildungsbericht der Bundesregierung bestätigt, ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Niedersachsen in den letzten fünf Jahren (2010 bis 2015) von 58.318 auf 54.572 um 6,4 Prozent deutlich zurückgegangen. Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, erklärte: „Nur noch jeder fünfte Arbeitgeber bildet aus. Es gibt kein ausreichendes Angebot an guten Ausbildungsplätzen.“

Der DGB-Bezirksvorsitzende machte darauf aufmerksam, dass im Jahr 2015 in Niedersachsen 38.855 junge Menschen in die Maßnahmen des sogenannten „Übergangssystems“ einmündeten. 14,2 Prozent aller jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren bleiben zur Zeit dauerhaft ohne abgeschlossene Ausbildung oder Studium. Hartmut Tölle: „Zu viele Jugendliche in Niedersachsen landen in Warteschleifen, die nicht zum Berufsabschluss führen. Jedem Jugendlichen muss eine gute Ausbildung garantiert werden.“

Zentral für eine funktionierende Ausbildungsgarantie ist ein Umlagesystem der Ausbildungskosten auf Branchenebene. Zu den weiteren Bausteinen gehören eine grundlegende Berufsorientierung in allen Schulformen, gebündelte Beratungsangebote für Jugendliche in regionalen Jugendberufsagenturen, ein besseres Einstiegssystem berufsbildender Schulen sowie öffentlich geförderte Ausbildungsplätze für Jugendliche, denen der Einstieg in eine reguläre Ausbildung trotz aller Bemühungen nicht gelingt.


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