Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 014 - 27.04.2018

DGB zu Arbeitsmarktzahlen: Sozialer Arbeitsmarkt nötig

Trotz sinkender Arbeitslosenquote und wirtschaftlichem Wachstum sind laut aktueller Arbeitsmarktzahlen 85.480 Menschen in Niedersachsen mindestens ein Jahr ohne Arbeit. Neben diesen offiziell Langzeitarbeitslosen verstecken sich in der Statistik der Bundesagentur weitere Personengruppen, die schon länger arbeitslos sind. So gelten zum Beispiel Langzeitarbeitslose wieder als Kurzzeitarbeitslose, wenn sie an einer Schulungsmaßnahme teilgenommen haben oder länger erkrankt waren. Insgesamt sind allein in Niedersachsen 258.000 Menschen erwerbsfähig, aber seit mehr als zwei Jahren im Hartz-IV Bezug. Ihre Chance, eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden, ist sehr gering: Nur eine von sechzig Personen findet im nächsten Monat einen Job, bei Kurzzeitarbeitslosen hingegen jeder zehnte.

Daher setzt sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) für einen sozialen Arbeitsmarkt mit fairen Bedingungen ein. Langzeitarbeitslose sollten auf freiwilliger Basis einen gemeinnützigen Arbeitsplatz mit regulärem Arbeitsvertrag und tariflicher Bezahlung angeboten bekommen. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB in Niedersachen, stellt dazu fest: „Viele Menschen in Niedersachsen haben trotz guter Konjunktur auf absehbare Zeit keine Chance, einen regulären Job zu finden. Das können und dürfen wir nicht hinnehmen. Unsere Gesellschaft darf niemanden zurücklassen. Bund und Land müssen Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren. Es gibt enorm viel Bedarf an einer besseren sozialen Infrastruktur. Wenn Erwerbslose Löhne statt staatlicher Leistungen erhalten, profitieren alle davon."


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