Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 025 - 22.09.2017

„Rente muss zum Leben reichen!“ Abschluss der DGB-Renten-Tour in Lehrte

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat heute (Samstag, den 23. September) in Lehrte beim Abschluss seiner Renten-Tour die Forderung nach einem Kurswechsel in der Rentenpolitik bekräftigt. Einen Tag vor der Bundestagswahl machten sich die DGB-Gewerkschaften dafür stark, die laufende Senkung des Rentenniveaus zu stoppen und die Rente auch für die jüngeren Generationen zu sichern.

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt: „Wir fordern eine Umkehr in der Rentenpolitik: Den sofortigen Stopp der Talfahrt des Rentenniveaus, eine Anhebung auf mindestens 50 Prozent sowie die schrittweise Einbeziehung aller Beschäftigter in das gleiche gesetzliche und paritätisch finanzierte Rentensystem. Es kann und darf nicht sein, dass sich die Arbeitgeber immer weiter aus ihrer Verantwortung für das Solidarsystem verabschieden.“

Maren Kaminski, Mitglied im DGB-Kreisverband Hannover, sagte: „Frauen sind schon heute überdurchschnittlich von Altersarmut betroffen. Aus Minijobs werden oft Minirenten, da muss sich was ändern. Über Dreiviertel aller Frauen, die 2015 in Niedersachsen die Altersrente erreichten, erhalten Bezüge von 900 Euro. Bei den Frauen, die wegen gesundheitlicher Probleme eine Erwerbsminderungsrente erhalten, beziehen sogar 81 Prozent weniger als 900 Euro. Frauen haben mehr verdient, dafür braucht es eine Rente, die vor Armut schützt!“

Hartmut Tölle, Vorsitzender DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen - Sachsen-Anhalt, erklärte: „Die Rentenreformen der Jahrtausendwende haben sich als kompletter Fehlschlag erwiesen. In Niedersachsen ist mittlerweile jeder sechste Rentner von Altersarmut bedroht. Die Riesterrente ist ein gigantischer Flop, private Vorsorge kann die entstandene Lücke nicht füllen. Die politisch Verantwortlichen müssen endlich handeln und sozialen Abstieg im Alter verhindern. Wir brauchen eine starke gesetzliche Rente, auf die sich die Menschen verlassen können.“

Unter dem Motto "Rente muss reichen!" waren seit Ende Mai drei Rentenmobile des DGB-Bezirks in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt unterwegs. Aktive der DGB-Regionen sowie der Kreis- und Stadtverbände warben bei 70 Aktionen in Innenstädten, auf Betriebsversammlungen und Stadtfesten für eine starke gesetzliche Alterssicherung. In Lehrte wurden auf dem Rathausplatz politische Aktionen und Kabarett, aber auch Musik und Spaß für Kinder geboten.

Die DGB-Gewerkschaften fordern mit ihrer Kampagne einen grundlegenden Kurswechsel in der Rentenpolitik. Das DGB-Rentenkonzept sieht vor, den Sinkflug der gesetzlichen Renten sofort zu stoppen und das Rentenniveau auf 50 Prozent anzuheben. Außerdem muss die Rentenversicherung mittelfristig als Erwerbstätigenversicherung Selbstständige und politische Mandatsträger einschließen. Betriebsrenten sollen gestärkt, Zeiten für Pflege von Angehörigen und für Aus- und Weiterbildung stärker anerkannt sowie die Erwerbsminderungsrente deutlich verbessert werden.

Weitere Informationen zur Rentenkampagne des DGB finden Sie unter http://rente-muss-reichen.de.

Aktuelle Zahlen zur Lage der Rentnerinnen und Rentner in Niedersachsen finden Sie im DGB-Rentenreport unter http://niedersachsen.dgb.de/-/BZ6.

 

 


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