Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004 - 20.02.2017

DGB für besseren Arbeitsschutz beim Rückbau von Atomkraftwerken

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Niedersachsen spricht sich für die nachhaltige Entsorgung der beim Rückbau von Atomkraftwerken (AKW) anfallenden Reststoffe aus. Auch beim AKW-Rückbau spielt das Recycling von Abfallstoffen mittlerweile eine große Rolle. Gefahren für Beschäftigte auf Deponien und Recycling- und Verwertungsbetrieben, aber auch für Umwelt und Bevölkerung müssten daher neu bewertet werden, heißt es in einem Positionspapier des Ausschusses für Umweltfragen (AfU) beim DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt.

Der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle erklärt: „Für den Atomausstieg müssen in Niedersachsen fünf Anlagen zurückgebaut werden. Bei diesen hochkomplexen Vorhaben muss die Sicherheit sowohl der Beschäftigten, die diese riskante Aufgabe übernehmen, als auch der Bevölkerung im Vordergrund stehen. Der Schutz der Gesundheit muss oberste Priorität haben. Dazu sind auch neue technische Erkenntnisse stärker einzubeziehen.“

Walter Meinders, Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen beim DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, ergänzt: „In den letzten Jahren wurden Regelungen wie die Strahlenschutz-Verordnung oder das Kreislaufwirtschaftsgesetz verändert. Deshalb müssen Risiken beim Rückbau von Atomanlagen und bei der Entsorgung der dabei anfallenden Abfälle neu bewertet werden. Genehmigungsbescheide müssen sicherstellen , dass kein radioaktives Material in einen biologischen Kreislauf gelangt.“

 


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