Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 001 - 16.01.2017

Niedersachsen braucht mehr Feiertage!

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt den Vorschlag von Landtagspräsident Bernd Busemann, in Niedersachsen mindestens einen gesetzlichen Feiertag mehr einzuführen. Der Vorsitzende des DGB-Bezirks Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt, Hartmut Tölle, verweist darauf, dass Niedersachsen mit neun gegenüber Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern mit zwölf bzw. 13 gesetzlichen Feiertagen zu den bundesweiten Schlusslichtern gehört: „Kein Bundesland hat weniger Zeit für Pausen vom Arbeitsalltag. Der Arbeitsdruck wächst enorm, die Beschäftigten in Niedersachsen haben mehr Erholung eindeutig verdient. Feiertage bieten unserer zunehmend individualisierten Gesellschaft zudem Raum zur Orientierung an gemeinsamen Werten. Die Bundesländer im Süden zeigen im Übrigen, dass man auch mit mehr freien Tagen hochproduktiv sein kann.

Die Festlegung von Feiertagen ist Ländersache. Daher kündigte der DGB-Vertreter an, sich im Vorfeld der Landtagswahlen für eine gesetzliche Neuregelung einzusetzen. 2017 sei ein Anfang schon gemacht: Wegen des 500. Reformationsjubiläums wird der Reformationstag bundesweit gesetzlicher Feiertag sein. Hartmut Tölle meint: „Das kann ab 2018 in Niedersachsen in Serie gehen. Neue Feiertage müssen aber nicht unbedingt konfessionell gebunden sein. Denkbar wären auch weltliche Anlässe.“


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