Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 034 - 14.09.2011

DGB fordert vorübergehende Einstellung der Castor-Transporte

Hartmut Tölle: „Gefährdung von Polizei, Castorgegnern und Bevölkerung ausschließen“

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Bundesregierung sowie die niedersächsische Landesregierung auf, den Transport von Atommüll nach Gorleben vorübergehend einzustellen. "Zuallererst müssen die Gründe für den jüngsten Anstieg der Strahlenbelastung im Zwischenlager Gorleben geklärt und dessen Ursachen beseitigt werden. Polizistinnen und Polizisten, Castor-Gegnerinnen und -gegner an der Bahnstrecke sowie die Beschäftigten sind besonderen Belastungen ausgesetzt, die nicht hinnehmbar sind. Jegliche Gefährdung der Bevölkerung muss ausgeschlossen werden", sagte der DGB-Landesvorsitzende Hartmut Tölle in Hannover. Dies sei derzeit aber nicht zu garantieren. Unter diesen Umständen einen Castor quer durch die Republik rollen zu lassen, um weiter Atommüll in Gorleben anzuhäufen, gefährde in verantwortungsloser Weise die Gesundheit der Beteiligten sowie die Umwelt.

Die aktuellen Vorkommnisse zeigen einmal mehr, welch enorme und letztlich nicht kontrollierbare Gefahr von der Atomstromproduktion und dem anfallenden atomaren Müll ausgeht. Heinz-Werner Persiel, der Vorsitzende des Ausschusses für Umweltfragen beim DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, ergänzt: "Es ist richtig und war längst überfällig, aus der Atomenergie auszusteigen. Wir werden noch auf Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte hinaus mit dem angefallenen Atommüll umgehen müssen. Hierbei dürfen nur höchste Sicherheitsstandards gelten. Zugleich muss ein Höchstmaß an Transparenz hinsichtlich möglicher Gefahrenquellen für die beteiligten Beschäftigten sowie die betroffene Bevölkerung gewährleistet sein."


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