Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 038 - 17.11.2016

DGB zu UVN-Papier: Digitalisierung nur mit guten Regeln

Hartmut Tölle, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Niedersachsen, kommentiert das gestern von den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN) vorgestellte Positionspapier „Digitalisierung und Arbeitsrecht“, in dem diese eine Aufweichung der Regelungen zu Arbeitszeit, Ruhezeiten und zur Mitbestimmung von Beschäftigten fordern: „Technischer Fortschritt darf nicht der Vorwand für sozialen Rückschritt sein. Bereits heute fühlen sich viele Menschen durch die Digitalisierung stark belastet: Arbeitsintensität, Druck und Stress nehmen deutlich zu. Wenn Arbeitgeber ihre Beschäftigten immer weiter auspressen wollen, werden wir Gewerkschaften Widerstand leisten.“

Hartmut Tölle verweist auf die Ergebnisse des aktuellen DGB-Index Gute Arbeit, der die Auswirkungen der Digitalisierung auf Beschäftigte untersucht. Rund 82 Prozent der Befragten gaben an, dass Digitalisierung ihren Berufsalltag prägt – durch E-Mails, Smartphones, computergesteuerte Produktions- und Terminplanung. Fast jeder Zweite gab an, dass dadurch die Arbeitsbelastung zugenommen hat. Grund dafür dürfte auch sein, dass Beschäftigte selten mitbestimmen dürfen, wann und wie neue Technologien eingesetzt werden. Der DGB fordert deshalb eine umfassende und verbindliche Anti-Stress-Politik. Eine Anti-Stress-Verordnung gehört ebenso dazu wie wirksame Sanktionen bei Verstößen im Arbeitsschutzrecht.


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