Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 001 - 04.01.2018

Lohn-Plus und mehr Beschäftigung dank Mindestlohn

Sowohl die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als auch die Löhne haben sich in Niedersachsen seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns vor drei Jahren positiv entwickelt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Vor allem die Löhne der un- und angelernten Beschäftigten konnten deutlich profitieren. Sie sind seit Anfang 2015 im Jahresdurchschnitt um 3,3 Prozent gewachsen. Gleichzeitig hat die Beschäftigung zugenommen: Bis Ende August 2017 lag das Plus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bei 7,1 Prozent. Besonders deutlich ist der Anstieg in der Branche des Gastgewerbes: Hier ist die Zahl der Beschäftigten sogar um 19,6 Prozent höher als vor drei Jahren.

Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, zieht zum Jahreswechsel eine positive Bilanz: „Die Zahlen sind eindeutig: Der Mindestlohn kostet keine Arbeitsplätze, sondern er schafft neue. Durch den Mindestlohn wurde der private Konsum angekurbelt. Diese Lohnsteigerung hat maßgeblich zum aktuellen Aufschwung beigetragen. Der Mindestlohn ist ein Erfolg für Beschäftigte und Wirtschaft.“

Trotzdem sieht der DGB-Vertreter für das kommende Jahr Verbesserungsbedarf. „2018 wird erneut über die Höhe der gesetzlichen Lohnuntergrenze verhandelt. Der Mindestlohn muss so weiterentwickelt werden, dass er wirklich existenzsichernd ist.“ Zudem müssten die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit verbessert werden. Diese benötigt zum einen mehr Personal, zum anderen bessere Kontrollmöglichkeiten - etwa durch vorgeschriebene tagesaktuelle Arbeitszeit-Dokumentationen und eine Verwahrung der Unterlagen am Arbeitsort. „Die bisherigen Regelungen bieten zu viele Einfallstore für Manipulationen“, so Hartmut Tölle. „Wer Mindestlohn-Regeln als Bürokratielasten bezeichnet, hat offensichtlich kein Interesse an der korrekten Umsetzung der Lohnuntergrenze.“


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