Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 017 - 31.05.2016

Kinderarmut steigt - DGB fordert Aktionsprogramm

Anlässlich des internationalen Kindertags am 1. Juni fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ein Aktionsprogramm gegen Kinderarmut. Trotz starker Konjunktur und sinkender Arbeitslosigkeit ist Kinderarmut auch in Niedersachsen weiter gestiegen. Mehr als 163.000 Kinder waren im vergangenen Jahr von Hartz IV abhängig – das sind 15,5 Prozent aller Kinder im Land. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Zahl um 3.200 gewachsen, das entspricht rund zwei Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass der Aufschwung vor allem an Kindern aus armen Familien vorbeigeht.

Der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle stellt fest: „Die Zahlen in Niedersachsen sind beschämend: Mehr als jedes siebte Kind ist von Hartz IV abhängig. Alle Kinder haben ein Recht auf ein würdevolles Leben. Wir fordern Bund und Land daher auf, mit einem Aktionsprogramm wirksame Maßnahmen gegen Kinderarmut zu treffen.“

Wesentliche Elemente des geforderten Aktionsprogramms sind:

  • höhere Hartz IV-Regelsätze auch für Kinder. Die derzeitigen Regelsätze sind steuerpolitisch motiviert klein gerechnet und ermöglichen keine angemessene soziale Teilhabe von Kindern.
  • Ausbau der sozialen Sicherungssysteme wie Arbeitslosengeld, Kinderzuschlag und Wohngeld. Ziel muss es sein, Hartz-IV-Bedürftigkeit zu verhindern. Familien, in denen mindestens ein Elternteil Vollzeit arbeitet, sollten nicht auf Hartz IV angewiesen sein.
  • Langzeitarbeitslose Eltern brauchen öffentlich geförderte Arbeitsverhältnisse zu tariflichen Bedingungen. Diese muss die Landesregierung durch einen sozialen Arbeitsmarkt schaffen.

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