Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 032 - 21.09.2018

DGB fordert Landesstrategie für gute digitale Arbeit

Auf der Veranstaltung „Digitaler Kapitalismus – Mehr Wohlstand oder sozialer Rückschritt?“ forderte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Niedersachsen, Dr. Mehrdad Payandeh, heute die Landesregierung auf, zusammen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften eine umfassende Strategie „Arbeit 4.0“ zu entwickeln. Der Aspekt der guten digitalen Arbeit komme im Masterplan Digitalisierung bisher zu kurz.

Payandeh wies bei einer Podiumsdiskussion mit Ministerpräsident Stephan Weil und der Soziologin Kerstin Jürgens darauf hin, dass 40 Prozent der Beschäftigten in Niedersachsen laut DGB-Index Gute Arbeit der Meinung sind, dass ihre Arbeitsbelastung durch die Digitalisierung gestiegen ist: „Die Digitalisierung hat längst alle Branchen erfasst und verändert Arbeitsplätze grundlegend. Diese Entwicklung muss auf einem Leitbild für gute Arbeit fußen, damit Beschäftigte von der Veränderung profitieren können und gesund bleiben.“ Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bräuchten daher mehr Beteiligungsrechte und gute Aus- und Weiterbildung, so Payandeh. Forderungen der Arbeitgeber, die Arbeitszeit zu flexibilisieren, erteilte er eine klare Absage: „Wer behauptet, dass Arbeitszeiten noch flexibler werden müssen als es bereits heute der Fall ist, kennt weder die betriebliche Praxis noch die gesetzlichen Regelungen gut genug oder verweigert die Realität. Dahinter steht in Wahrheit die Absicht, die Digitalisierung als Vorwand für Deregulierung auf dem Rücken der Beschäftigten zu missbrauchen.“

Die Tagung zu Auswirkungen der Digitalisierung und zur Gestaltung des technologischen und ökonomischen Wandels veranstaltete der DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung – Landesbüro Niedersachsen und dem Forum für Politik und Kultur e.V.. Eingeladen waren Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Verbänden, 150 Gäste nahmen teil.

 


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