Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 032 - 22.09.2016

Armut in Niedersachsen auf Rekordhoch – 1,2 Millionen Niedersachsen abgehängt

Aktuelle Zahlen des Landesamts für Statistik zeigen: Im Jahr 2015 hatten 15,9 Prozent aller Niedersachsen ein Einkommen unterhalb der Armutsschwelle, das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Fast jeder sechste Niedersachse - 1,2 Millionen Menschen – sind somit von Armut betroffen. Die Armutsschwelle für einen Alleinstehenden liegt bei 930 Euro im Monat.

Aus Sicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist besonders alarmierend, dass dies die höchste Armutsquote seit Beginn der bundesweit vergleichbaren Berechnung im Jahr 2005 ist.
Hartmut Tölle, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Niedersachsen kommentierte diese Entwicklung: „Die Wirtschaft wächst und gleichzeitig ist die Armut auf einem Rekordhoch. Wir brauchen dringend einen Politikwechsel, damit alle Menschen an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben. Unsichere Jobs mit niedrigen Löhne müssen vom Gesetzgeber viel stärker bekämpft werden. Als erster Schritt muss der gerade im Bundestag diskutierte Gesetzentwurf zur Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen verbessert werden. Wir brauchen hier wirksame Regelungen und keinen Papiertiger.“

 Am stärksten von Armut bedroht sind Erwerblose, 58% aller Menschen ohne Arbeitsplatz leben unterhalb der Armutsschwelle. Hartmut Tölle: „Arbeitslose dürfen nicht länger ihrem Schicksal überlassen werden. Die Gewerkschaften erwarten, dass die Landesregierung hier ihren eigenen Koalitionsvertrag umsetzt.  Das Land muss einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor aufbauen, in dem Langzeitarbeitslose reguläre Arbeitsverträge mit Tariflöhnen erhalten und gemeinnützige Tätigkeiten ausüben.“

 


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