Deutscher Gewerkschaftsbund

Fachtagung: "Wohnung ist ein Menschenrecht"

Handlungsmöglichkeiten für ein menschenwürdiges Wohnen

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In Niedersachsen wurde viel zu wenig gebaut. Vor allem in Ballungszentren und prosperierenden Regionen fehlen Wohnungen. Insbesondere in den niedersächsischen Großstädten leiden viele Menschen unter einer kaum noch tragbaren Belastung durch hohe Mieten. Die Angebotsmieten steigen vielerorts rasant, vor allem bei Neubauten ist bezahlbarer Wohnraum absolute Mangelware.

Dies trifft zuerst die Armen und sozial Benachteiligten. Die Wohnungslosigkeit hat massiv zugenommen. Frauenhäuser und Jugendheime sind überfüllt, weil die Bewohner oftmals keine Möglichkeit haben, in eine eigene bezahlbare Wohnung zu ziehen. Viele Geringverdiener und Erwerbslose verlieren durch steigende Mieten ihre Wohnungen.

Die Politik hat zu lange zugeschaut und ihren Verfassungsauftrag vernachlässigt: „Das Land wirkt darauf hin […] dass die Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum versorgt ist.“ (Nds.  Landesverfassung, Art. 6a). Im Jahr 2016 standen in Niedersachsen nur noch 86.000 Sozialwohnungen zur Verfügung. Wenn man Zahlen einer Studie des Pestel-Instituts zugrunde legt, kann schon heute der Bedarf nur zu 25 Prozent gedeckt werden. Allein in den Jahren 2018-2020 wird bei 27.600 Wohnungen die Sozialbindung entfallen.

Sollte dieser Abbau des Sozialwohnungsbestands so weitergehen, gibt es im Jahr 2026 in Niedersachsen faktisch keine Sozialwohnungen mehr. Diese Entwicklungen wollen wir auf dem Fachtag gemeinsam mit Betroffenen und Experten diskutieren. Am Ende wird es darum gehen, gerechte und tragfähige Lösungen für die aktuelle Wohnungsnot zu finden.

Als Mitglied der Landesarmutskonferenz lädt der DGB-Bezirk zur Fachtagung herzlich ein!


DAS PROGRAMM

10.00 Uhr: Stehkaffee

10.30 Uhr: Begrüßung und Grußwort
- Katharina Garves, AWO/LAK
- Detlef Ahting, ver.di-Landesbezirksleiter Niedersachsen-Bremen

Erklärung der Landesarmutskonferenz Niedersachsen
- Thomas Uhlen, LAK/Caritas

10.45 Uhr: Fachimpuls
Stadtentwicklung und Ursachen von Verdrängung und Wohnungsnot
- Andrej Holm, Stadtsoziologe, Humboldt-Universität Berlin

12.00 Uhr: Fachgespräche
Perspektiven der Wohnungslosigkeit und Alternativen
- Christof Meyer-Gerlt, Wohnungslosenhilfe Freistatt
Hartz IV reicht nicht zum Wohnen
- Inga Schmalz, Gruppe „Gnadenlos Gerecht“
Kommunale Verantwortung und Handlungsoptionen
- Markus Kießling, LAG Soziale Brennpunkt
Moderation:
- Klaus-Dieter Gleitze, LAK
- Katharina Garves, AWO/ LAK

13.00 Uhr: Mittagspause mit Imbiss

14.00 Uhr: Podiumsdiskussion zu Handlungsmöglichkeiten
- Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
- Mehrdad Payandeh, Vorsitzender DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt
- Andreas Sonnenberg, Vorsitzender Werkheim e.V. Hannover
- Andrej Holm, Stadtsoziologe, Humboldt-Universität Berlin
Moderation:
- Maren Kaminski, GEW/LAK

15.30 Uhr: Ende


DAS PROGRAMM ZUM DOWNLOAD

Anmeldungen bis zum 6. November per Email an anmeldung@rls-nds.de.

 


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