Deutscher Gewerkschaftsbund

Veranstaltung VOLLBESCHÄFTIGUNG IST MÖGLICH

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Aus den Erfahrungen der Weltwirtschaftskrise von 1929 wurde nach 1945 das Modell der sozialen Marktwirtschaft entwickelt, das einen steigenden Lebensstandard für die breite Bevölkerung ermöglichte. Ein wichtiger Bestandteil dieses Sozialmodells war eine Wirtschaftspolitik, die sich am Ziel der Vollbeschäftigung orientierte.

Diese Politik war so erfolgreich, dass in Europa schon Anfang der sechziger Jahre die Arbeitslosenraten unter ein Prozent sanken. In dieser für sie günstigen Lage konnten die Gewerkschaften neue Forderungen stellen: Vor allem eine Umverteilung zugunsten der Löhne sowie mehr Mitbestimmung der Beschäftigten in den  Betrieben.

In dieser Situation nahm die Bereitschaft von Ökonomen und Unternehmern zu, jene alte Theorie wieder zu propagieren, die wissenschaftlich die angebliche Schädlichkeit dieser Wirtschaftspolitik untermauerte: Das Weltbild des Liberalismus gewann wieder an Einfluss.

Der Übergang des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream vom Keynesianismus zum Neoliberalismus veränderte die Lebensbedingungen der Mehrheit der Menschen massiv zum schlechteren: Dauerhafte Massenarbeitslosigkeit wurde zum Mittel der Disziplinierung von abhängig Beschäftigten und Gewerkschaften. Vollbeschäftigung war nicht mehr gewollt.

Der international bekannte Ökonom Stephan Schulmeister wird in seinem Vortrag diese Entwicklung beleuchten und klare Alternativen benennen. Anschließend werden Helga Schwitzer und Klaus Pape aus eigener Erfahrung die Auswirkungen der neoliberalen Zeitenwende schildern.


VOLLBESCHÄFTIGUNG IST MÖGLICH - ARBEITSLOSIGKEIT GEWOLLT


REFERENTINNEN UND REFERENTEN:
- Stephan Schulmeister, Wirtschaftsforscher und Universitätslektor in Wien
- Helga Schwitzer, ehemaliges Vorstandsmitglied der IG Metall
- Klaus Pape, Kooperationsstelle Hochschule und Gewerkschaften


Moderation: Lea Arnold, DGB Niedersachsen 


 


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