Deutscher Gewerkschaftsbund

20.08.2018

DGB ehrt Wilkhahn für Nachhaltigkeit

Unter­neh­men, die nach­hal­tig wirt­schaf­ten, sind lang­fris­tig erfolg­rei­cher. Außerdem haben sie zufrie­de­ne und gesun­de Beschäf­tig­te. Die Nie­der­sach­sen Alli­anz für Nach­hal­tig­keit honoriert deshalb Unter­neh­men, die konkret für Nach­hal­tig­keit sorgen. Bei der Jahrestagung 2018 überreichte der DGB die Sigantur "Wir sind dabei" an das Unternehmen Wilkhahn aus Bad Münder.

Johannes Grabbe, Abteilungsleiter Wirtschaft des DGB-Bezirks, hat am 9. August in Hannover die Kennzeichnung der Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit an das Unternehmen Wilkhahn Wilkening + Hahne übergeben. Er überreichte die Auszeichnung an Jörg Hoffmann, den Nachhaltigkeitsmanager, und Ralf-Olaf Stender, den Betriebsratsvorsitzenden.

Nachhaltigkeitsallianz/Marcus Prell

Von links: Ralf-Olaf Stender und Jörg Hoffmann (beide Wilkhahn), Johannes Grabbe (DGB) Nachhaltigkeitsallianz/Marcus Prell

Wilkhahn ist ein weltweit agierender Möbelhersteller mit Sitz in Bad Münder. Wilkhahn fertigt seine Produkte – die Büro- und Konferenzeinrichtungen – in hochwertiger Qualität und setzt damit einen Maßstab in der Branche. Das Familienunternehmen hat eine lange Tradition und besteht seit 1907. Dass von den weltweit rund 500 Mitarbeitern über 360 in Bad Münder arbeiten, zeigt die starke lokale Verwurzelung von Wilkhahn. Selbstverständlich bildet Wilkhahn aus.

In der Laudatio heißt es: "Als DGB freuen wir uns auch deshalb besonders, heute Wilkhahn die Kennzeichnung der Nachhaltigkeitsallianz übergeben zu können, weil sich dieses Unternehmen auf sozialpartnerschaftliche Weise seit Jahrzehnten nachhaltig aufstellt. Es ist kein Zufall, dass Wilkhahn regelmäßig in der Nachhaltigkeitsberichtserstattung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung genannt wird. Wilkhahn liefert den Beweis, dass alle Dimensionen der Nachhaltigkeit Teil einer Unternehmensphilosophie sein können und daraus konkretes betriebliches Handeln folgt.

Mit seiner aktiv gelebten Mitbestimmung und seinem Bewusstsein für Mensch und Umwelt ist das Unternehmen beispielhaft für eine sozial-ökologische Ausrichtung. Dabei ist es ein Anspruch des Unternehmens, ein Gegenmodell zur Wegwerfgesellschaft zu sein. Wilkhahn setzt auf langlebige Produkte, einfach auszutauschende Verschleißteile und möglichst sortenreinen Materialien, die ein hochwertiges Recycling ermöglichen. Regelmäßige Audits und Zertifizierungen im Bereich des Qualitäts- und des Umweltmanagements zeugen von den Anstrengungen des Unternehmens stets auf der Höhe der Zeit zu sein.

Zum anderen lebt Wilkhahn den Grundsatz: Gute Produkte brauchen gute Mitarbeiter. Entsprechend übernimmt das Unternehmen Verantwortung für die Beschäftigten im Betrieb, unter anderem im Bereich Gesundheit. Wilkhahn tut dies sozialpartnerschaftlich und mitbestimmt, beispielsweise über eine Betriebsvereinbarung, die das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) gestaltet.

Die Nutzung von klimaneutraler, regionaler Fernwärme aus Biogas gekoppelt mit der Nutzung von Sonnenenergie sorgen für Einsparungen bei den Energiekosten und eine stetige Verbesserung der Umweltbilanz. Rund 40% des Energiebedarfs des Unternehmens wird bereits aus erneuerbaren Energien gedeckt.

Der Abschluss eines internationalen Rahmenabkommens zu Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerrechten in der globalen Lieferkette mit der IG Metall macht deutlich, dass soziale Nachhaltigkeit eben nicht am Werktor endet, sondern das gewissenhafte Unternehmen gemeinsam mit den Gewerkschaften auch Verantwortung für die Bedingungen in der Lieferkette tragen können und wollen.


Die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit ist eine Kooperation von Landesregierung, Unternehmensverbänden, Gewerkschaften und Kammern. Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im ökologischen, ökonomischen und sozialen Sinne in niedersächsischen Unternehmen. Mehr unter www.nachhaltigkeitsallianz.de.


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