Deutscher Gewerkschaftsbund

01.05.2010

Rede zum Tag der Arbeit 1. Mai 2010

„Wir gehen vor! Gute Arbeit. Gerechte Löhne. Starker Sozialstaat.“

Er forderte mehr Mitbestimmung in den Unternehmen, denn gerade die Krise habe gezeigt, wie wichtig Betriebräte und Gewerkschaften zur Sicherung von Arbeitsplätzen seien. Für die Finanzmärkte forderte er effektive Regeln wie transparente Bilanzen, eine einheitliche Aufsicht und das Verbot von Leerverkäufen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Tölle: "Die Finanztransaktionssteuer ist eine der zentralen Antworten für die Finanzwelt der Zukunft. Mit ihr würden kurzfristige Transaktionen verteuert und damit unattraktiv. Und wenn sie international nicht durchgesetzt werden kann, dann muss eben Europa, dann muss Deutschland vorangehen. Das wäre ein deutliches Zeichen politischer Vernunft."

Hartmut Tölle sprach sich für eine Stärkung der Sozialsysteme aus. Der Rente mit 67 und der Einführung einer Kopfpauschale in der Gesundheitsversicherung erteilte er eine klare Absage. Darüber hinaus wandte er sich gegen das selektive Schulsystem in Niedersachsen und forderte ein demografiefestes Bildungssystem.

Die Rede von Hartmut Tölle finden Sie hier:


Nach oben

Zuletzt besuchte Seiten

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
Tag der Arbeit: Mehr als 70 DGB-Veranstaltungen in Niedersachsen
Unter dem Motto „Wir sind viele. Wir sind eins.“ ruft der DGB bundesweit zu Kundgebungen anlässlich des Tags der Arbeit auf. Allein in Niedersachsen organisiert der DGB über 70 Veranstaltungen rund um den 1. Mai. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften werden dabei ein klares Signal für mehr soziale Gerechtigkeit setzen. Zur Pressemeldung
Pressemeldung
DGB-Analyse: Positive Mindestlohn-Effekte halten an
Zum 1. Januar 2017 wird der gesetzliche Mindestlohn erstmals angehoben. Er steigt um 34 Cent auf 8,84 Euro pro Stunde. Der DGB in Niedersachsen hat die bisherigen Auswirkungen des Mindestlohns untersucht. Die aktuelle Analyse belegt positive Effekte für die Beschäftigten und die Entwicklung der Löhne auch in Niedersachsen. Zur Pressemeldung
Pressemeldung
Niedersächsische Frauen verdienen 21,5 Prozent weniger als Männer
Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen liegt in Niedersachsen im Schnitt 21,5 Prozent unter dem ihrer männlichen Kollegen. Der DGB fordert daher den Gesetzgeber auf, endlich ein wirksames Lohngerechtigkeitsgesetz zu schaffen. Hartmut Tölle appellierte an die niedersächsischen Bundestagsabgeordneten, auf die Verabschiedung des Gesetzes zu drängen. Zur Pressemeldung