Deutscher Gewerkschaftsbund

29.09.2011

Wohlstand ohne Wachstum?

Wirtschafts- und Umweltpolitik im Spannungsfeld von Arbeit, Produktion und Ökologie

Wachstum ist für verschiedenste – auch gegensätzliche – wirtschaftspolitische Konzeptionen von zentraler Bedeutung. Nicht zuletzt auch aus gewerkschaftlicher Sicht wird es häufig als notwendige Voraussetzung für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohlstand verstanden.

Zugleich allerdings gerät das Wachstum in politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussionen zunehmend in Kritik: Zum einen wird seine Eignung als Indikator oder gar Quelle des Wohlstands in Frage gestellt, zum anderen seine
Endlichkeit aufgrund der begrenzten materiellen Ressourcen und ökologischen
Belastbarkeit dieses Planeten unterstrichen.

Hier besteht für Industriegesellschaften im Allgemeinen und für Gewerkschaften im
Besonderen ein beträchtlicher Diskussions- und Klärungsbedarf. Die vom DGB-Ausschuss für Umweltfragen gemeinsam mit der Stiftung Arbeit und Umwelt durchgeführte Tagung soll einen Beitrag zu dieser Diskussion leisten. Ein Anlass für die Veranstaltung ist dabei auch das 40-jährige Bestehen des DGB-Ausschusses für Umweltfragen beim DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt.

Politischer Globus

DGB/Witrin(Best Sabel)

PROGRAMM

13.00 Uhr Begrüßung
Heinz-Werner Persiel, Wilhelm Kulke, DGB-Ausschuss fur Umweltfragen

13.30 Uhr Nach dem Expansionsrausch. Aufbruch in die Postwachstumsökonomie.
Apl. Prof. Dr. Niko Paech, Vertreter des Lehrstuhls Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universitat Oldenburg

14.15 Uhr Von Wachstum und Wohlstand.
Prof. Gustav Horn, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts fur Makrookonomie und Konjunkturforschung in der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

15.00 Uhr Pause

15.45 Uhr Wachstum und Wohlstand. Elemente einer gewerkschaftlichen Nachhaltigkeitspolitik.
Egbert Biermann, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE, Hannover

16.30 Uhr Podiumsdiskussion
- Egbert Biermann, IG BCE
- Prof. Gustav Horn, Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf
- Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments, Hannover
- Apl. Prof. Dr. Niko Paech, Universität Oldenburg
- Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, Berlin
- Moderation: Tina Kolbeck-Landau, Pressesprecherin des DGB-Bezirks Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt

17.55 Uhr Schlusswort und Ausblick
Dr. Patrick Schreiner, Abteilung Wirtschaft-Umwelt-Europa beim DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt

18.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Ort: IG BCE, Königsworther Platz 6, Hannover
Donnerstag, 3.11.2011, 12.30-18.00 Uhr


Nach oben

Zuletzt besuchte Seiten

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
DGB will neuen Feiertag noch in diesem Jahr
Bei der Anhörung im niedersächsischen Landtag hat sich der DGB klar für einen zusätzlichen Feiertag ausgesprochen. Ein Feiertag ist eine kollektive Pause vom Arbeitsalltag. Er schafft Freiräume zum Stressabbau und für Familie und Freunde, aber auch für Kultur und gesellschaftliches Engagement. CDU und SPD müssen sich an ihr Wahlversprechen halten und ihn in diesem Jahr einführen. Zur Pressemeldung
Pressemeldung
Neuer Feiertag muss zügig kommen
SPD und CDU haben die DGB-Forderung nach einen zusätzlichen arbeitsfreien Feiertag im Koalitionsvertrag aufgenommen. Ministerpräsident Stephan Weil hat angekündigt, dass der Feiertag schon 2018 kommen soll. Der DGB fordert die Landesregierung nun auf, Sozialpartner und Religionsgemeinschaften schnellstmöglich an einen Tisch bringen. Nur dann kann der Landtag den neuen Feiertag zügig festlegen. Zur Pressemeldung
Pressemeldung
DGB Niedersachsen zum Masterplan Digitalisierung
Im Masterplan Digitalisierung legt die Landesregierung ihre Strategie zum digitalen Wandel dar. Der DGB vermisst darin eine umfassende Strategie für Arbeit 4.0. Zwar werden umfassende Investitionen ankündigt. Diese werden aber kaum ausreichen, um die Arbeitswelt auf die einschneidenden Veränderungen vorzubereiten. 40 Prozent der Beschäftigten sagen, dass ihre Arbeitsbelastung durch die Digitalisierung gestiegen ist. Zur Pressemeldung