Deutscher Gewerkschaftsbund

18.08.2016

DISKRIMINIERUNG VERHINDERN!

Statement von Jessica Lüders

DGB

Interview zur Kommunalwahl 2016 mit Jessica Lüders

Jessica Lüders (27) ist Verwaltungsfachwirtin bei der Landeshauptstadt Hannover. Bis April 2016 war sie Vorsitzende der Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung. Als verdi-Mitglied engagiert sie sich im Jugendvorstand, in Bezirks- und Landesfachbereichsvorständen und in der Bundestarifkommission. In ihrer Freizeit sucht sie ein gutes Mittelmaß zwischen Bewegung und Entspannung, Gesellschaft und Ruhe.

Am 11. September sind Kommunalwahlen in Niedersachsen. Warum gehst du zur Wahl?
Weil ich die Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Gestaltung der Politik wahrnehmen möchte. Meckern können schließlich
viele!

Was erwartest du von Städten und Gemeinden: Wie können sie gute Arbeitgeber werden?
Sie müssen sichere Arbeitsplätze und gute Weiterbildungsmöglichkeiten bieten, aber auch starre Verwaltungsabläufe aufbrechen und offen sein für Innovationen beim Einsatz von Internet und Social Media. Es gibt Unmengen kreativer und kluger, alter und junger Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Eine offene Kommunikationskultur könnte der Schlüssel sein.

Migrantinnen und Migranten werden leider immer noch diskriminiert. Was können Kommunen deiner Meinung nach
gegen diese Benachteiligung tun?
Es braucht Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, leichter in die Arbeitswelt einzusteigen. Kommunen müssen Chancen
für berufliche und persönliche Weiterentwicklung aufzeigen. Migration hat es auch in den letzten Jahrzehnten gegeben, das ist eigentlich keine neue Situation!

Was müssen Kommunen tun, damit geflüchtete Menschen schnell in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt Fuß
fassen?
Natürlich hängen der Wille und die Bereitschaft dazu von beiden Seiten ab. Beschäftigte und UnterstützerInnen leisten unfassbar viel und sollten Entlastung erfahren. Kommunale und private Träger brauchen mehr Anerkennung und Mittel.

Davon abgesehen, was macht für dich eine lebenswerte Kommune aus?
Gegenseitiger Respekt unter den Menschen, die dort leben. Im Grünen entspannen, vielfältige Kultur erleben und durch gut
ausgebaute Infrastruktur mobil sein. Jede und jeder gestaltet sein Leben nach individuellen Lebensphasen und engagiert sich, so gut es geht – und wir stehen für uns, aber auch für andere durch starke Vertretungen in der Arbeit, Politik und in der Gesellschaft ein.

 


 


Nach oben

Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Kommunalwahlen 2016

Zum Dossier

Zuletzt besuchte Seiten

Themenverwandte Beiträge

Artikel
GUTE BILDUNG FÜR ALLE!
Laura Pooth beantwortet Fragen zur Bildungspolitik der Kommunen. Es ist klar, dass für die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende der Ausbau der Kindertagesstätten, bessere Arbeitsbedingungen für ErzieherInnen, gut ausgestatte Schulen und verzahnte Weiterbildungsmöglichkeiten im Vordergrund stehen. weiterlesen …
Artikel
GUTE ARBEIT SCHAFFEN, MEHR AUSBILDEN!
Stephanie Wlodarski (IG BAU) erläutert im Interview, worauf es ihr als Gewerkschafterin bei der Kommunalwahl ankommt. Neben unbefristeten, gut bezahlter Beschäftigung geht es für sie vor allem um die Einhaltung von Tarifverträgen bei öffentlichen Aufträgen. Aber auch mehr Ausbildungsplätze und die Förderung des Ehrenamts spielen für sie eine große Rolle. weiterlesen …
Artikel
Gewerkschaften im Gespräch mit grünen Spitzenkandidaten
Spitzenvertreter des DGB und der Gewerkschaften aus Niedersachsen trafen sich in Hannover zu einem Meinungsaustausch mit den grünen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Niedersachsen. Gewerkschaften und Grüne betonten, dass es Ziel der Landespolitik bleiben müsse, das Bundesland weiter ökologisch, gerecht und weltoffen zu gestalten. weiterlesen …