Deutscher Gewerkschaftsbund

Was will die Stelle für soziale Innovation des DGB Niedersachsen?

Seit Januar 2016 gibt es beim DGB die Stelle für Soziale Innovation. Das Land Niedersachsen fördert sie aus EU-Mitteln. Die Stelle will Projekte initiieren, um Beschäftigte und Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. DGB und Gewerkschaften wollen so Veränderungsprozesse begleiten und innovative Ansätze unterstützen.

Demografischer Wandel, Gute Arbeit, Digitalisierung und Gesundheit sind die Themen der Stelle für soziale Innovation des DGB Niedersachsen. Sie steht Beschäftigten, Betriebs- und Personalräten, aber auch Unternehmen und Personalverantwortlichen offen, um im Handlungsfeld „Anpassung von Unternehmen, Beschäftigten und Unternehmerinnen an den Wandel“ Projekte zu initiieren.

Demografischen Wandel betrieblich gestalten
Dabei geht es zum einen um die Anpassung der Unternehmen an den demografischen Wandel. Projekte können alters- und alternsgerechtes Arbeiten fördern oder Wissenstransfer zwischen Jung und Alt besser organisieren.  Beteiligung und Mitbestimmung  im Betrieb spielt bei solchen innovativen Prozessen eine große Rolle. Deshalb sind Betriebs- und Personalräte und Vertrauensleute entsprechend zu qualifizieren. Und bei der Personalentwicklung müssen Weiterbildung und Qualifizierung im Mittelpunkt stehen. Um Menschen mit Behinderung zu integrieren und Inklusion in Betrieben umzusetzen, können AusbilderInnen und AnleiterInnen besser qualifiziert werden.

Gute Arbeit schaffen
Gute Arbeitsbedingungen sind für Beschäftigte wichtig, aber auch für die Konkurrenzfähigkeit von Betrieben haben sie bei steigendem Fachkräftebedarf immer mehr Bedeutung. Auf Grundlage des DGB-Index für Gute Arbeit können zum Beispiel Projekte initiiert werden, die die Tarifbindung fördern und prekäre Beschäftigung reduzieren. Die Stelle für soziale Innovation unterstützt Initiativen, die sozialpartnerschaftliche Netzwerke aufbauen und Personalführung kooperativ gestalten. Auch neue Formen der Arbeit, flexible Arbeitszeitgestaltung und gute Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Pflege gehören dazu.

Digitalisierungsprozesse begleiten
Arbeit 4.0 – unter diesem Stichwort werden digitale Veränderungsprozesse beschrieben. Es gilt, den Strukturwandel zu gestalten, neue Kooperations- und Kommunikationsbeziehungen aufzubauen und zu fördern sowie Beschäftigte entlang veränderter Wertschöpfungsketten zu beteiligen und mitbestimmen zu lassen.

Gesundheit fördern
Die moderne Arbeitswelt verlangt Beschäftigten viel ab. Innovative Ansätze reduzieren psychische Belastungen, bekämpfen Stress und Burn-out und erhalten so die Arbeitskraft der Beschäftigten bis zum Renteneintritt. Gesundheits- und Sozialdienstleistungen sind zu verbessern.

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