Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004 - 31.01.2012

Zu viele Menschen ohne Arbeit - Billiglöhne kommen Staat teuer

Vor dem Hintergrund der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für Niedersachsen erklärte Hartmut Tölle, Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB): "Die Arbeitslosenquote liegt im Januar unter der des Vorjahres, das ist erfreulich. Trotzdem haben immer noch viel zu viele Menschen in Niedersachsen keine Arbeit. Offiziell sind es 282.000 - rechnet man diejenigen in Arbeitsmarktmaßnahmen dazu, sind insgesamt 372.000 ohne Arbeitsplatz."

Der DGB-Landesvorsitzende wies darauf hin, dass der Staat auch in Niedersachsen Niedriglöhne mit horrenden Summen aufstocken muss. Nach DGB-Berechnungen werden in dem Bundesland jährlich rund 365 Millionen Euro an Steuermitteln aufgewendet, um GeringverdienerInnen mit sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung das Existenzminimum zu sichern. "Billiglöhne sind auch in Niedersachsen ein ernstes Problem, das uns allen teuer zu stehen kommt", so Hartmut Tölle.

Im Jahr 2010 wurden in Niedersachsen rund 50.000 Haushalte gezählt, die von der Arbeit mindestens eines sozialversichert Beschäftigten nicht leben konnten. Im Schnitt musste der Lohn ergänzend über Hartz IV um 607 Euro im Monat aufgestockt werden. "Wenn Lohndumping und prekäre Beschäftigung nicht zurückgedrängt werden, müssen bundesweit dauerhaft Steuermittel in Milliardenhöhe aufgebracht werden", so der Vorsitzende des DGB in Niedersachsen. "Die staatliche Subventionierung der Niedriglöhne muss endlich zurückgedrängt werden. Dafür brauchen wir einen Mindestlohn nicht unter 8,50 Euro die Stunde!"


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