Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 020 - 06.04.2004

Aus Sicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist die Halbjahresbilanz auf dem Ausbildungsmarkt verheerend.

Im Vergleich zum Vorjahr haben die niedersächsischen Arbeitgeber 1.760 weniger Ausbildungsstellen gemeldet. Zwischen den angebotenen Ausbildungsplätzen und den noch suchenden Jugendlichen klafft eine Lücke von 6.730 Ausbildungsstellen. Im Vorjahr fehlten 4.640 Ausbildungsstellen. "Diese Zahlen sind kein Aprilscherz. Wenn die Arbeitgeber sich ihrer gesetzlichen Verpflichtung entziehen, wird sich der Ausbildungsnotstand weiter verschärfen," sagte der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle. "Wären diese Zahlen Noten, müssten die Unternehmen nach dem Halbjahreszeugnis um ihre Versetzung bangen."

Tölle: "Bund, Länder und die Bundesanstalt für Arbeit tragen bereits heute rund 40 Prozent der Nettokosten der beruflichen Bildung. Dieser Betrag summierte sich heute auf 9,5 Milliarden Euro." Vor diesem Hintergrund hält der DGB es für notwendig, die betriebliche Berufsausbildung über eine gesetzliche Umlage langfristig zu sichern. "Die Einführung der Ausbildungsumlage ist längst überfällig," sagte Hartmut Tölle. "Betriebe, die ausbilden, müssen unterstützt werden. Trittbrettfahrer müssen einen Ausgleich bezahlen." Die Arbeitgeber hätten es selber in der Hand, ob das Gesetz zum Einsatz kommen müsse, sagte Tölle und appellierte an die Unternehmen, genügend qualifizierte Ausbildungsstellen bereit zu stellen.

Tölle: "In eine Gesamtbewertung gehören auch diejenigen Jugendlichen mit hinein, die in Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit unterkommen oder in Warteschleifen wie Schulen und Kurzzeitjobs ausweichen, weil sie keinen Ausbildungsplatz bekommen. Ende 2003 hatten rund 40.000 jugendliche Arbeitslose unter 25 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung."


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