Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 015 - 11.03.2004

Die DGB-Frauen wehren sich gegen die geplanten Veränderungen in den Arbeitsbedingungen der niedersächsischen Frauenbeauftragten.

Der Landesfrauenausschuss des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der aus Vertreterinnen der Mitgliedsgewerkschaften und der örtlichen DGB-Vertreterinnen besteht, hat eine Resolution verfasst, in der die Bedeutung der Frauenbeauftragten für die Umsetzung von Chancengleichheit und Geschlechterdemokratie betont wird.

In der Resolution heißt es:

"Der Landesfrauenausschuss des Deutschen Gewerkschaftsbundes Niedersachsen spricht sich entschieden gegen die faktische Abschaffung der hauptamtlichen Frauenbeauftragten aus.

Statt die Arbeit der Frauenbeauftragten anzuerkennen und zu stärken, wird die bisher gute Arbeit vor Ort behindert oder unmöglich gemacht.

Es ist zu befürchten, dass eine Aufweichung der Verpflichtung der Kommunen, kommunale Frauenbeauftragte einzustellen, ganz schnell dazu führt, dass dieser Bereich den Einsparungen zum Opfer fällt.

In den Diskussionen vor Ort werden es finanzielle Gründe sein, die als Begründung herhalten müssen und nicht, dass Frauenpolitik nicht ernstgenommen wird.

Ohne Frauenbeauftragte vor Ort werden wir bei den seit Jahrzehnten anstehenden Problemen auf dem Arbeitsmarkt aber keinen Schritt weiter kommen:

unverändertes Rollenverhalten junger Frauen und Männer bei der Berufswahl eindeutiges Rollenverhalten bei der Wahl des Studiums trotz besserer Studienabschlüsse – schlechtere Berufsperspektiven überwiegend Tätigkeit in Beruf und Branchen mit unterdurchschnittlicher Bezahlung klare Benachteiligung bei Führungstätigkeit zunehmende nicht existenzsichernde Beschäftigung von Frauen

Gegen die Benachteiligung der Frauen z.B. in der Arbeitswelt haben die Frauenbeauftragten vor Ort vielfältige Aktionen unterstützt, Modellversuche mit initiiert, die Interessen der Mädchen und Frauen vertreten. Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes regelt die Gleichstellung von Frauen und Männern. Artikel 3, Absatz 2, Satz 3 der Niedersächsischen Verfassung spiegelt diesen Auftrag wieder. Dies bedeutet aber auch, dass es sich nicht um eine freiwillige Aufgabe, sondern um eine gesetzliche Verpflichtung des Bundes, der Länder und der Kommunen handelt. Die DGB Frauen stehen ein für:

den Erhalt von hauptamtlichen Frauenbeauftragten bei den Kommunen eine Gleichstellungspolitik, die mit klaren Kompetenzen und Befugnissen eingreifen kann.

Familienpolitik ist nicht gleich Frauenpolitik. Beide Bereiche haben nebeneinander ihre Berechtigung.

Wir sind nach wie vor weit von Chancengleichheit und Geschlechterdemokratie entfernt. Wir brauchen deshalb weiterhin kommunale Frauenbeauftragte zu den bisherigen Bedingungen".


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Abonnieren Sie die Pressemitteilungen des DGB Niedersachsen

Kontakt Pressestelle

DGB Niedersachsen
Otto-Brenner-Straße 1
30159 Hannover
Telefon 0511 12601-21
Telefax 0511 12601-57


Tina Kolbeck-Landau
Pressesprecherin

Telefon 0511 12601-32
mobil 0170 6342153
E-Mail tina.kolbeck(at)dgb.de

 

Brigitta Moleski
Sekretariat

Telefon 0511 12601-21
E-Mail brigitta.moleski(at)dgb.de

Der DGB Niedersachsen im Web 2.0