Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 015 - 06.03.2006

DGB kritisiert endgültigen Ausstieg Niedersachsens aus dem GirlsDay

Papendick-Apel: "Gleichstellung bleibt auf der Strecke"

Der DGB kritisiert den endgültigen Ausstieg Niedersachsens aus dem bundesweiten Konzept des Girls Day. Der Beschluss des Landtages vom April 2005 wird nunmehr durch einen Erlass des Kultusministeriums (SVBL 03/06) "Berufsorientierung an allgemein bildenden Schulen" umgesetzt. Der "Zukunftstag" ist jetzt für alle Schulen verpflichtend und bezieht Jungen mit ein. Im Gegensatz zum Konzept des Girls Day rückt Niedersachsen das schulische Konzept in den Vordergrund. Ursprünglich sollte der Girls Day Mädchen die Möglichkeit geben, gezielt und praxisnah in Betrieben eine Vielzahl von frauenuntypischen Berufen kennen zu lernen, und Jungen die Möglichkeit eröffnen, aus ihrer Sicht in Schulen über Berufswahlmöglichkeiten zu diskutieren.

Helga Papendick-Apel, Abteilungsleiterin für Frauen- und Gleichstellungs-politik beim DGB Niedersachsen, sagte: "Der niedersächsische Zukunftstag für Mädchen und Jungen ist kein gleichstellungspolitisches Programm mehr, sondern nur noch eine Berufsorientierungsmaßnahme unter vielen." Der DGB wird deshalb nicht zum "Zukunftstag" aufrufen und setzt sich nach wie vor für gezielte Mädchenförderung ein.

Die DGB-Vertreterin Helga Papendick-Apel betonte: "Von einer tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter sind wir nach wie vor weit entfernt. Mädchen entscheiden sich bei der Wahl sowohl des Ausbildungsplatzes als auch des Studienplatzes überproportional für typisch weibliche Berufe bzw. Studienfächer. Der Girls Day ist ein geeignetes Mittel, eventuelle Vorbehalte gegenüber technischen Berufen abzubauen und die Mädchen für ein breiteres Berufswahlverhalten zu sensibilisieren. Aber in Niedersachsen ist Mädchen- und Frauenförderung offensichtlich nicht mehr gewollt."


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