Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 022 - 28.04.2004

Am 1. Mai hat Zukunft Tradition

Die aktuelle Stunde des niedersächsischen Landtags behandelte heute (Mittwoch) unter anderem auf Antrag der FDP-Fraktion die Tradition des Tags der Arbeit. Zu den Vorwürfen des FDP-Fraktionsvorsitzenden Philipp Rösler, die Gewerkschaften würden an diesem Tag lediglich althergebrachte Rituale feiern, sich selbst beweihräuchern und durch eine unflexible Haltung dem wirtschaftlichen Aufschwung im Wege stehen, erklärte der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle:

 

"Seit über einhundert Jahren ist der 1. Mai als Tag der Arbeit ein wichtiger Orientierungspunkt für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dass die Gewerkschaften tragfähige Konzepte für Arbeit und Wachstum zu bieten haben, wird sich bei den Mai-Kundgebungen am kommenden Samstag erneut zeigen. Wir laden jeden, auch die FDP-Landespolitiker, herzlich dazu ein, sich davon zu überzeugen."

 

Zur Forderung des niedersächsischen Arbeits- und Wirtschaftsministers Walter Hirche, die individuellen Arbeitszeiten zu verlängern, um Arbeitsplätze zu schaffen, sagte Tölle:

 

"Die Ursache der chronischen Wachstumsschwäche der deutschen Volkswirtschaft ist die unzureichende Dynamik der Binnennachfrage und nicht eine zu niedrige individuelle Arbeitszeit. Wer gebetsmühlenartig Arbeitszeitverlängerung predigt, ignoriert diesen volkswirtschaftlichen Zusammenhang. Aus der Arbeitszeitverlängerung eine wachstumspolitische Strategie abzuleiten, ist ökonomische Scharlatanerie."


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