Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 022 - 25.05.2020

DGB appelliert: Auszubildende brauchen Ausbildung statt Kurzarbeit!

Bei der morgigen Sitzung diskutiert die Allianz für Aus- und Weiterbildung auf Bundesebene über Schutzmaßnahmen für Auszubildende. Neben der ausstehenden rechtlichen Absicherung von Zwischen- und Abschlussprüfungen wird es vor allem auch um die Regelung von Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld für Auszubildende gehen. Aus Sicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wird das Ergebnis dieser Sitzung auch für die rund 262.000 Auszubildenden in Niedersachsen entscheidend sein.

Ute Neumann, Leiterin der Abteilung Jugend beim DGB-Bezirk, sagt: „In der momentanen Diskussion wird leider oft vergessen, dass das wichtigste Anliegen der Azubis ist, ihre Ausbildung fortführen zu können. Niemand würde auf die Idee kommen, Schülerinnen ohne Lernmöglichkeiten nach Hause zu schicken, aber Auszubildende sollen nach dem Willen der Arbeitgeber ab dem ersten Tag in Kurzarbeit geschickt werden können. Das darf nicht sein. Wir fordern deshalb: Ausbildung statt Kurzarbeit.“

Dr. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, ergänzt: „Wir erwarten von der morgigen Sitzung ein Signal im Sinne der niedersächsischen Auszubildenden. Dass sie weiter ihre Ausbildung fortführen können, muss oberste Priorität haben. Die Schutzrechte der Auszubildenden dürfen nicht angreifbar sein.“

Hintergrundinformation:

Knackpunkt der Diskussion auf Bundesebene ist die Frage nach der Aufweichung des § 19 des Berufsbildungsgesetzes, in dem die sechswöchige Fortzahlung der Ausbildungsvergütung trotz nicht stattfindender Ausbildung geregelt ist. Arbeitgeber fordern, dass Auszubildende ab dem ersten Tag in Kurzarbeit geschickt werden können, und fordern dafür finanzielle Unterstützung vom Staat. Das will der DGB verhindern. Der DGB vertritt die Position, dass für eine erneute finanzielle Entlastung der Betriebe der § 19 nicht geändert werden muss, und hat stattdessen das Programm „Ausbildung statt Kurzarbeit“ vorgeschlagen.

 

 


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