Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 020 - 02.05.2022

DGB: Geflüchtete brauchen Schutz gegen Ausbeutung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Niedersachsen sieht sich in seinen Befürchtungen bestätigt, dass verschiedene Arbeitgeber die Gunst der Stunde nutzen wollen, um ukrainische Geflüchtete als billige Arbeitskräfte auszubeuten. Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) gestern berichtete, hat eine Reinigungsfirma in Niedersachsen mehrere Personen an verschiedenen Standorten der Hotelkette Dormero ohne Papiere arbeiten lassen und ihnen dafür nur Hungerlöhne gezahlt.

Dazu sagt Dr. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB Niedersachsen: „Es ist schäbig und zynisch, die Not von traumatisierten Menschen, die zu uns kommen und Hilfe suchen, für die eigenen Profitinteressen auszunutzen. Die Förderung von Schwarzarbeit und der Betrug um den in der Reinigungsbranche geltenden Mindestlohn sind gewiss keine Kavaliersdelikte. Es handelt sich um Fälle von Wirtschaftskriminalität. Arbeitgeber, die solche Methoden anwenden, müssen mit der vollen Härte des Rechtsstaates zur Verantwortung gezogen werden. In der Reinigungsbranche oder auch der Landwirtschaft sind jetzt ausreichend staatliche Kontrollen gefragt, um schwarze Schafe abzuschrecken. Wer rechtliche Grenzen überschreitet, muss zur Verantwortung gezogen werden. Statt Ausbeutung und Lohndumping sind wir den Menschen aus der Ukraine Solidarität schuldig. Gute Arbeit muss für alle Menschen gelten.“


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