Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 021 - 04.04.2006

Forderung nach zusätzlichen Deutschstunden greift zu kurz

Die Probleme an einigen Hauptschulen, durch die Forderung nach zusätzlichen Deutsch-Stunden zu beheben, wie sie zuletzt seitens der niedersächsischen Landesregierung benannt wurde, greift nach Ansicht des DGB Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt zu kurz. Stattdessen fordert der DGB die niedersächsische Landesregierung auf, endlich Chancengleichheit durch Bildung in den Focus zu nehmen und Abschied zu nehmen vom dreigliedrigen Schulsystem.

Nach Auffassung des DGB sind die jetzt öffentlich gewordenen Probleme an Hauptschulen zurückzuführen, auf die Perspektivlosigkeit, in der sich die Schülerinnen und Schüler befinden. Das frühe Sortieren und damit Ausgrenzen von Jugendlichen und die Aussichtlosigkeit einen Ausbildungsplatz zu finden, ist nicht motivierend und führt zu Frust bis hin zur Entladung in Gewalt.

Der DGB weist schon seit Jahren darauf hin, dass Chancengleichheit durch Bildung nur dann erreicht werden kann, wenn die Kinder und Jugendlichen möglichst lange - mindestens 8 - 10 Jahre - gemeinsam die Schule besuchen.

Die derzeitigen Konzepte müssen auf den Prüfstand gestellt werden. Es gibt in anderen Bundesländern vielfältige Modelle an Hauptschulen, die erfolgreich arbeiten.

Der DGB fordert ebenfalls schon seit Jahren nachdrücklich, ausreichend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.

"Nur wenn Hauptschülerinnen und Hauptschüler eine Perspektive haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, um ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können, werden sie motiviert sein, in der Schule zu lernen", sagt Helga Papendick-Apel, Abteilungsleiterin Bildungspolitik .

Der in Niedersachsen abgeschlossene Ausbildungspakt ist angesichts der aktuellen Zahlen auf den Ausbildungsmarkt definitiv gescheitert.


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