Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 024 - 05.05.2004

Weniger offene Stellen - viele Langzeitarbeitslose

Angesichts nach wie vor hoher Arbeitslosenzahlen und rückläufiger Arbeitskräftenachfrage in Niedersachsen sagte der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle: "Es grenzt an Hohn, wenn Landespolitiker eine generelle Arbeitszeitverlängerung fordern. Längere Arbeitszeiten spitzen die Probleme auf dem Arbeitsmarkt weiter zu. Wir brauchen nicht mehr Druck auf die Beschäftigten, sondern deutliche Signale für die Konjunktur. Die entsprechenden Konzepte aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium sind längst überfällig. Mit Rezepten von vorgestern sind die Probleme von heute nicht zu lösen.” Lediglich 31.144 offene Stellen waren in Niedersachsen im April 2004 gemeldet. Das sind 12.666 weniger als im Vorjahr. Nach Ansicht des DGB sind eine gesetzlich abgesicherte Arbeitszeitflexibilisierung, der Abbau von Überstunden und innovative Arbeitszeitmodelle erforderlich, damit Beschäftigung auch in konjunkturell schwierigen Zeiten gesichert werden kann.

 

Der DGB-Arbeitsmarktexperte Ulrich Gransee wies darauf hin, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um rund sieben Prozent zugenommen habe. "Diese Zahl ist erschreckend. Die vorgesehene Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe kann nur dann zu einer stärkeren Förderung der langzeitarbeitslosen Menschen führen, wenn die Agenturen für Arbeit und die Kommunen Hand in Hand arbeiten.” Die Kürzungen, die viele der Langzeitarbeitslosen Anfang 2005 zu erwarten haben, lehnte er ab. Gransee: "Kürzungen bei Bedürftigen tragen nicht dazu bei, den Arbeitsmarkt zu entspannen”.


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