Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 019 - 20.03.2013
DGB fordert Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft

EqualPayDay: Große Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen

Niedersachsenweit bestehen nach wie vor große Unterschiede beim Entgelt von Männern und Frauen. Darauf macht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) anlässlich des EqualPayDay am 21. März aufmerksam und fordert die rot-grüne Landesregierung auf, sich auf Bundesebene zügig für ein Gleichstellungsgesetz in der Privatwirtschaft stark zu machen.

 
Männer beziehen in Niedersachsen als Vollzeitbeschäftigte mit 2.847 Euro im Schnitt ein deutlich höheres Bruttomonatsentgelt als Frauen mit 2.110 Euro (Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, Stand Ende 2010). Zudem sind Frauen oft in prekärer Arbeit wie Teilzeit, Minijobs oder Leiharbeit beschäftigt. 70 Prozent aller unsicheren Jobs in Niedersachsen sind von Frauen besetzt, nur 30 Prozent von Männern, wie die Datenbank atypische Beschäftigung der Hans-Böckler-Stiftung zeigt.
 
Der DGB-Landesvorsitzender Hartmut Tölle sagte: "Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern ist immer noch enorm. Die Schaffung von Entgeltgleichheit muss endlich tatkräftig angegangen werden."


Frauendominierte Tätigkeiten würden oft schlechter bewertet, so der DGB-Vertreter, und seien niedriger eingruppiert. Hier seien zwar auch die Tarif- und die Betriebsparteien gefordert, betonte Tölle, aber sie benötigten dafür einen gesetzlichen Rahmen mit klaren Vorgaben sowie flankierende Regelungen.


Mit einem Gesetz zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit würden Unternehmen verpflichtet, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen und diskriminierungsfreie Arbeitsbewertungsverfahren anzuwenden. Außerdem würden betriebliche AkteurInnen in die Verantwortung genommen, damit sie verpflichtende Maßnahme-Pläne entwickeln zur Durchsetzung von Entgeltgleichheit, zur Vertretung von Frauen in Führungspositionen und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.


Hinweis: Der Equal Pay Day markiert den Tag, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um rechnerisch auf das durchschnittliche Jahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen - in diesem Jahr der 21. März. Noch immer besteht eine geschlechtsspezifische Entgeltlücke von durchschnittlich 22 Prozent.


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