Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 032 - 08.06.2004

DGB warnt vor verschärfter Auslese an niedersächsischen Universitäten

Der DGB Niedersachsen kritisiert die von der Landesregierung geplante Verschärfung der Zugangsregelung an den Hochschulen. Thomas Student, beim DGB für Hochschulpolitik zuständig; erklärte, dass den Hochschulen gegenwärtig schlicht die Voraussetzungen fehlten, um das veränderte Auswahlverfahren anzuwenden. Die Landesregierung geht davon aus, dass durch die neue Auslese die Abbrecherquote sinken werde und der Bedarf an Betreuung und Beratung für Studierende kleiner werde. Der Gesetzesentwurf sieht daher vor, dass der aktuell entstehende finanzielle Mehraufwand durch diese voraussichtlich mittelfristig entstehenden Einsparungen ausgeglichen werden kann. Der DGB-Vertreter Thomas Student sagte: "Vor dem Hintergrund der gekürzten Finanzmittel ist es geradezu zynisch anzunehmen, dass die Hochschulen den entstehenden Aufwand für die Auswahlverfahren kompensieren können. Da ist der Wunsch der Vater des Gedanken."

 

Außerdem warnt der DGB davor, den Hochschulzugang stärker zu bürokratisieren und weitere Zugangshürden an den Universitäten zu schaffen. Student sagte: "In einem Land, in dem bildungspolitische Chancengleichheit bisher nur auf dem Papier steht, ist dies genau der falsche Weg." Der DGB weist außerdem darauf hin, dass für die Auswahl der Studierenden geschultes Personal erforderlich sein wird. Student: "Wer auch immer die hochschulinternen Auswahlgespräche führen wird, ist dafür bislang in keiner Weise qualifiziert."


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