Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 034 - 09.06.2004

DGB warnt vor ausgehöhltem Ladenschluss

Gewerkschaften lehnen Forderung nach Freigabe von Ladenöffnungszeiten ab.

Tölle: "Gerichtsurteil schützt Einzelhandel"

 

Strikte Ablehnung von Seiten der Gewerkschaften erntet die niedersächsische Landesregierung für ihre Forderung, die Ladenöffnungszeiten Montags bis Samstags rund um die Uhr freizugeben. Der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle sagte: "Das Bundesverfassungsgericht hat soeben das Ladenschlussgesetz per Gerichtsurteil bestätigt. Die Regierungsparteien erdreisten sich nichts desto trotz, nach einer faktischen Abschaffung des Gesetzes zu rufen. Die selbst ernannten Liberalisierer, die nur den großen Konzernen nach dem Mund reden, sollten ruhig sein."

 

Nach Ansicht des DGB stärkt das Gerichtsurteil den Einzelhandel gegenüber der Konkurrenz der übermächtigen Kaufhausketten. Ohne geregelte Ladenöffnungszeiten würde ein ungezügelter Verdrängungswettbewerb zu Lasten der kleineren Geschäfte einsetzen. DGB-Chef Tölle sagte: "Nur Riesenmärkte auf der grünen Wiese könnten einen völlig enthemmten Ladenschluss wirtschaftlich nutzen. Wenn die Ladenzeiten so geregelt werden, wie es sich Ministerpräsident Wulff vorstellt, droht vielen kleinen Läden der Ruin."

 


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