Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004 - 17.02.2011

Pro und Contra Frauenquote

Parlamentarischer Abend von EIZ und DGB

Der Abbau von Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen sowie bessere Karrierechancen von Frauen standen gestern (Mittwoch) im Mittelpunkt des Parlamentarischen Abends von Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) und Europäischem Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen.

Brigitte Triems, Präsidentin der European Women's Lobby, machte deutlich, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern ein Grundwert und Ziel der europäischen Union ist. Gerade in Krisenzeiten biete sich die einzigartige Chance einen Wandel zu bewirken, so Brigitte Triems: "Gleichstellung darf kein Luxus sein, den man sich nur in Zeiten ökonomischen Wachstums leisten kann." Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und sozialer Zusammenhalt der Gesellschaft seien ohne Gleichstellung un-denkbar. Triems: "Heute gibt es in Europa die am besten ausgebildete Frauengeneration aller Zeiten. Diese Tatsache muss sich auch in der Teilhabe an allen Entscheidungsfindungen niederschlagen."

Claudia Menne, Leiterin der Abteilung Frauen-, Gleichstellungs- und Familienpolitik beim DGB-Bundesvorstand, betonte, dass be-rufstätige Frauen in erster Linie Entgeltgleichheit, bessere Karrierechancen und gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie benöti-gen. Sie forderte ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft sowie eine Quote für Spitzenfunktionen in der Wirtschaft: "Mit freiwilligen Regelungen kommen wir nicht weiter. Deshalb her mit der Quote." Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die aktuelle Debatte über Frauen in Führungspositionen dazu führen werde, eine Quote einzuführen: "Ganz wegwischen geht nicht mehr."

Die frauenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der niedersächsischen Landtagsfraktionen äußerten in der Podiumsdiskus-sion auseinandergehende Positionen zur Einführung einer Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten. Während Ulla Groskurt (SPD), Elke Twesten (Bündnis 90/Die Grünen) und Kreszentia Flauger (Linkspartei) sich für eine Quote aussprachen, warnte Gudrun Pieper (CDU) vor einem vorschnellen Schaffen einer Quote, Roland Riese (FDP) lehnte eine Quote generell ab.

Der mit neunzig Teilnehmerinnen gut besuchte Parlamentarische Abend des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und des Eu-ropäischen Informations-Zentrums (EIZ) Niedersachsen fand anlässlich 100 Jahre Internationaler Frauentag statt. Der Parlamen-tarische Abend wurde unterstützt von Landesfrauenrat Niedersachsen und dem Team Gleichstellung der Region Hannover.


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