Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 041 - 18.10.2006

DGB fordert von Landesregierung Konsequenzen aus Armutsdebatte

Landeschef Hartmut Tölle schlägt "Runden Tisch" vor

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die niedersächsische Landesregierung auf, Konsequenzen aus der aktuellen Diskussion um Armut, Arbeitslosigkeit und Ausbildungsnotstand zu ziehen. Er schlägt vor, einen Runden Tisch einzuberufen. Gemeinsam mit Unternehmen, Gewerkschaften, Arbeitsagenturen, Sozialverbänden und Kirchen müsse die Landesregierung verbindliche Schritte zur Armutsbekämpfung entwickeln. DGB-Landesvorsitzender Hartmut Tölle sagte: "Nur über Armut zu lamentieren, reicht nicht aus. Die Verantwortlichen müssen auch etwas dagegen tun." Arbeitslosigkeit und Ausbildungsplatzmangel führten dazu, dass viele Menschen keine Perspektive für sich sehen. Eine Kehrtwende beispielsweise in der niedersächsischen Arbeitspolitik sei überfällig. Hier seien Akteure gefordert.

Als Beispiel für mögliche gemeinsam verabredete Maßnahmen nannte Hartmut Tölle einen ehrlichen zweiten Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose: "Viele Menschen haben realistisch gesehen keine Chance mehr, in den ersten Arbeitsmarkt einzusteigen.

Für sie brauchen wir auf Dauer angelegte sinnvolle Beschäftigung, die öffentlich gefördert wird".

Ein weiterer Schwerpunkt müssten wirksame Maßnahmen gegen die Ausbildungsmisere sein, so Hartmut Tölle: "Wir Gewerkschaften schlagen ein bundesweites Sofortprogramm für 50 000 Ausbildungsplätze vor, in Niedersachen könnten so 4 000 Ausbildungsplätze geschaffen werden. Wir können nicht zuschauen, wie Jugendliche auf Dauer vom Arbeitsmarkt abgehängt und in die Perspektivlosigkeit und Armut entlassen werden."


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