Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 049 - 04.12.2006

DGB unterstützt studentischen Protest gegen Studiengebühren

Gewerkschafter fordern mehr Geld für Hochschulen

Der DGB unterstützt Studentinnen und Studenten bei ihrer Forderung, keine Studiengebühren zu erheben. Das machte der Hochschulpolitische Arbeitskreis des niedersächsischen DGB in einer Diskussion mit Studierenden, Landtagsabgeordneten und Vertretern des Wissenschaftsministeriums im Rahmen seiner diesjährigen Jahrestagung am 1. Dezember 2006 deutlich. Durch die Einführung von Studiengebühren würden neue Barrieren beim Hochschulzugang geschaffen, die sozial ungerecht und bildungspolitisch kontraproduktiv seien, stellten die GewerkschafterInnen fest. DGB-Landesvorsitzender Hartmut Tölle sagte: "Die Erhebung von allgemeinen Studienbeiträgen von 500 Euro pro Semester ab dem Sommersemester 2007 macht das Studium für viele zu einem finanziellen Risiko. Angesichts drohender Schuldenberge werden vor allem Jugendliche aus einkommensschwachen Familien vor einem Studium zurückschrecken." Der DGB fordert daher ein chancengleiches Bildungssystem, das auch künftigen Generationen ein Studium ermöglicht und zwar unabhängig von der eigenen finanziellen Lage. Die Gewerkschafter appellierten an die Landesregierung, die Studienbeiträge von 500 Euro zurückzunehmen. "Trotz steigender Anzahl von Hochschulberechtigten - bundesweit wie in Niedersachsen - zeigen die jüngsten Zahlen des statischen Landes- und Bundesamt, dass immer weniger Jugendliche ein Studium beginnen", so Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB Niedersachsen. "Es ist zu befürchten, dass immer mehr Hochschulberechtigte auf den Ausbildungsmarkt ausweichen und dort Haupt- und RealschülerInnen verdrängen."

Um den Anteil der Studienanfängerquote in Niedersachsen deutlich zu erhöhen, müsse die Landesregierung größere Anstrengungen beim Ausbau der Hochschulkapazitäten unternehmen, waren sich die Tagungsteilnehmer einig.
Nach den Vorstellungen der Landesregierung sollen 1.000 neue Studienplätze an den niedersächsischen Hochschulen ab 2007 zur Verfügung gestellt werden.
"Seit 2003 wurden rund 5.000 Studienplätze in Niedersachsen durch das Hochschuloptimierungsprogramm radikal abgebaut. 1.000 neue Plätze sind angesichts dieser Zahlen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein", sagte Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB in Niedersachsen. Bislang wandern etwa 25.000 Hochschulberechtigte aus Niedersachsen jährlich in andere Bundesländer ab.
"Niedersachsen muss mehr in seine Hochschulen investieren", so Tölle. "Zur Schaffung von neuen Studienplätzen gehört neben einer besseren Betreuung auch die Verbesserung der Infrastruktur und zwar im sozial-kulturellen wie baulichen Bereich."


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