Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 054 - 26.08.2004

Gewerkschaftsjugend kritisiert niedersächsischen Ausbildungspakt

Ahrens: "Verschlechterte Ausbildungsbedingungen schaffen keine Lehrstellen"

Nach Ansicht der DGB-Gewerkschaftsjugend ist der niedersächsische Ausbildungspakt zwischen Landesregierung und Wirtschaft voll leerer Versprechen, Zumutungen für die Gewerkschaften und entbehrt jeder vernünftigen Grundlage. Der DGB-Landesjugendsekretär Frank Ahrens sagte: "Mit Verschlechterungen bei den tariflichen und gesetzlichen Regelungen wird man nicht einen Ausbildungsplatz mehr schaffen. Die Zustände auf dem Ausbildungsstellenmarkt sind seit Jahren katastrophal. Das geht zu Lasten der jungen Generation. Auch die betriebliche Innovationsfähigkeit leidet, da qualifizierter Nachwuchs fehlt." Die DGB-Jugend wendet sich vor allem gegen die Absenkung von Auszubildendenvergütungen, die Einführung von weiteren Stufenausbildungen und sogenannten vereinfachten und verkürzten Ausbildungen für eher praktisch begabte Jugendliche sowie die Veränderung von gesetzlichen Regelungen im Berufsbildungsgesetz zu Ungunsten der Auszubildenden. Frank Ahrens: "Mit Arbeitsgelegenheiten, Einstiegsqualifizierungen, Billigjobs und verkürzten Ausbildungen betreibt die Landesregierung keine qualifizierte Beschäftigungssicherung."

Die Gewerkschaftsjugend weist strikt den Vorwurf der Wirtschaft zurück, Jugendliche seien zu unflexibel oder nicht ausreichend auf die Ausbildung vorbereitet. Frank Ahrens: "Der Hemmschuh ist nicht bei den Jugendlichen zu suchen. Im Gegenteil hat ein großer Teil der Unternehmen nicht erkannt, welche Vorteile ihnen eine Ausbildung im dualen System bietet." Die Kosten seien für die einzelnen Betriebe nicht zu hoch, wie eine Untersuchung des Bundesinstitut für berufliche Bildung ergeben habe. Außerdem bestünden schon jetzt tarifliche Regelungen zur Schaffung von Ausbildungsplätzen in einzelnen Branchen, die handfester seien als die reine Ankündigungslyrik der Landesregierung. Frank Ahrens meint stellvertretend für die Gewerkschaftsjugend: "Letzendlich schadet die Wirtschaft sich nur selber damit, wenn sie nicht ausreichend in den Nachwuchs investiert."


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