Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 057 - 02.09.2004

DGB warnt vor Aushöhlung der Erwachsenenbildung

DGB warnt vor Aushöhlung der Erwachsenenbildung Der DGB äußerte heute (Donnerstag) seine Erwartungen zu der von CDU und FDP geplanten Änderung des Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetzes. Der DGB-Landeschef Hartmut Tölle sagte: "Der niedersächsische Weg in der Erwachsenenbildung hat sich über Jahrzehnte bewährt und erfährt eine hohe Anerkennung über die Grenzen Niedersachsens hinaus. Der DGB fordert die Mitglieder des Landtages auf, sich bei der Neugestaltung des Gesetzes nicht von parteipolitischen Ideologien und kurzsichtigem Klientelgeklüngel leiten zu lassen. Die Erwachsenenbildung braucht politische und finanzielle Verlässlichkeit. Die Erwachsenenbildung in Niedersachsen war bisher eine Erfolgs- story, weil sie immer an den Bedürfnissen der Menschen orientiert ist, ohne ihre Identität dem sogenannten Zeitgeist zu opfern. Der gesellschaftspolitische Auftrag zur emanzipatorischen Bildung und die Förderung der beruflichen Qualifikation müssen als Kernaufgaben der Erwachsenenbildung erhalten bleiben. Der DGB warnt vor weiteren Kürzungen in der Erwachsenenbildung. Jeder Cent weniger gefährdet die Substanz einer Trägerlandschaft, die sich in ihrer Vielfalt bewährt und zu einem bedeutsamen ökonomischen Standortfaktor für Niedersachsen entwickelt hat. Der DGB geht davon aus, dass die Zusage der Landesregierung Bestand hat, keine weiteren Kürzungen in der Erwachsenenbildung in 2005 vorzunehmen. Veränderungen, die die Kooperationsmöglichkeiten verbessern und bürokratische Hemmnisse abbauen, werden vom DGB begrüßt." Helga Papendick-Apel sagte in der Anhörung im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur: "Umbrüche in der Lebens- und Arbeitswelt machen Erwachsenenbildung immer wichtiger. Erwachsenenbildung ist wesentlicher Bestandteil des Lebenslangen Lernens, weil sie Berufs-, Werte- und Lebensperspektiven eröffnet. Erwachsenenbildung ist aber auch Standortfaktor, indem sie berufliche und soziale Produktionsintelligenz mobilisiert. Der Gesetzentwurf von CDU und FDP wird diesem Stellenwert nicht gerecht."


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