Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 061 - 05.10.2004
DGB-Jugend vergibt schlechte Noten

DGB-Bilanz: Lehrstellenlücke trotz Ausbildungspakt größer

Tölle warnt vor "Schönrechnen"

"Die Zahl der Jugendlichen ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz hat trotz Pakt zugenommen. 2.806 Jugendliche konnten noch immer nicht vermittelt werden. In diesem Jahr ist die Lücke zwischen noch nicht vermittelten Jugendlichen und unbesetzten Ausbildungsplätzen auf 1.772 unversorgte Jugendliche angewachsen. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr als doppelt so hoch und die Lage für viele Jugendliche düster. Das ist der eigentliche Skandal." Diese vorläufige Bilanz zieht der DGB-Landesvorsitzende Hartmut Tölle.

Hartmut Tölle sagte, dass er das Bemühen der Unternehmen anerkenne, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Er kritisierte aber zugleich die voreiligen Erfolgsmeldungen des niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages und der Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen. Der DGB-Landesvorsitzende warnte davor, die Situation "schön zu rechnen". Viele unversorgte Jugendliche würden nach Beginn des Ausbildungsjahres aus der Statistik der Arbeitsagenturen verschwinden. Über 20.000 Jugendliche würden dann wieder in Warteschleifen wie dem Berufsvorbereitungsjahr und in Maßnahmen der Arbeitsagenturen "geparkt". Tölle: "Das unwürdige Zahlenspiel auf dem Rücken der Jugendlichen muss aufhören! Das Gesetz für eine Ausbildungsplatzumlage ist dringend notwendig, um Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zu garantieren."

DGB-Landesjugendsekretär Frank Ahrens gibt dem niedersächsischen Ausbildungspakt schlechte Noten: "Trotz aller Beteuerungen – die Leistungen des Ausbildungspaktes sind weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Seinen Einsatz für mehr Ausbildungsplätze hat er verschlafen, die Zukunftschancen tausender Jugendlicher vertan. Somit hat der Ausbildungspakt das angestrebte Klassenziel nicht erreicht. Wir empfehlen Nachhilfe, speziell das Lesen des Gesetzentwurfs zur Einführung der Ausbildungsumlage. Für das kommende Jahr raten wir dringend, statt eines Ausbildungspaktes die Ausbildungsumlage einzuführen."


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