Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 063 - 03.11.2004

DGB macht niedersächsische Kürzungspolitik verantwortlich für Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Tölle: Keine Entwarnung auf dem Ausbildungsmarkt

Vor dem Hintergrund des jahreszeitlich unüblichen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen in Niedersachsen machte der DGB-Bezirkschef Hartmut Tölle die niedersächsische Landesregierung mitverantwortlich für die schwache Konjunktur. "Wer über eine kompromisslose Kürzungspolitik Strukturen zerstört, Menschen verunsichert und dadurch die Konjunktur schwächt, trägt Mitverantwortung für die erschreckende Entwicklung bei den Arbeitslosenzahlen." Er rief Ministerpräsident Christian Wulff auf, seine Politik auch für von Arbeitslosigkeit bedrohte und betroffene Menschen zu machen und nicht nur gegen sie. Im Oktober 2004 ist die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen auf 365.261 gestiegen. Damit sind 13.411 Menschen mehr arbeitslos als im Vorjahr.

Im Zusammenhang mit der Situation auf dem Ausbildungsmarkt warnte Hartmut Tölle die Landesregierung und Wirtschaftsverbände davor, Entwarnung zu geben. "Die Zahl der noch nicht vermittelten jungen Menschen ist 37,5 % höher als im Vorjahr. Das verbietet voreilige Erfolgsmeldungen." Waren im vergangenen Oktober 1.694 Bewerber nicht vermittelt, so sind Ende Oktober dieses Jahres laut Agentur für Arbeit noch 2330 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. "Der DGB erkennt zwar an, dass sich viele Betriebe und die Bundesagentur für Arbeit nach Kräften bemühen, Jugendlichen in Ausbildung zu bringen. Es fehlen aber noch viel zu viele qualifizierte Ausbildungsplätze," so der DGB-Landesjugendsekretär Frank Ahrens. "Ohne eine gesetzlich fixierte Umlagefinanzierung wird das duale Ausbildungsystem scheitern. Mit einem unverbindlichen Ausbildungspakt allein wird es nicht gelingen, mehr Ausbildungsplätze sicher zu stellen."


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