Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 007 - 07.03.2022

Wandel ist weiblich! DGB Niedersachsen zum Internationalen Frauentag am 8. März

Niedersachsen hat bei der Gleichstellung von Frauen und Männern noch viel zu tun. Darauf weist der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Niedersachsen anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2022 hin. So hat nicht nur die Corona-Pandemie die Frauen besonders hart getroffen, sondern auch der digitale Wandel und der Kampf gegen den Klimawandel verändern die Arbeitswelt grundlegend. „Damit Frauen nicht länger zu kurz kommen, gehören ihre Perspektiven und Bedürfnisse in den Fokus. Wir erwarten von den Entscheidungsträger*innen in Politik und Wirtschaft, Frauen stärker einzubeziehen“, sagt Sophia Michaelis, Referentin für Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Niedersachsen. „Dazu gehört sowohl eine Erhöhung des Anteils von Frauen im Landtag als auch eine stärkere Berücksichtigung von Frauen in Expert*innen- und Krisenstäben. Um die bestehende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen sichtbarer zu machen, ist es zudem überfällig, den 8. März als gesetzlichen Feiertag in Niedersachsen einzuführen.“

„Noch immer arbeiten viele Frauen auch in Niedersachsen in prekären und schlecht bezahlten Minijobs und unfreiwilliger Teilzeit, was sowohl im Erwerbsleben als auch im Alter zu einem Mangel an sozialer Absicherung und finanzieller Unabhängigkeit führt“, so Michaelis. Der DGB kritisiert daher die von der Bundesregierung geplante Anhebung der Minijob-Verdienstgrenze und fordert eine Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro. „Die Bundesregierung hat ein Jahrzehnt der Gleichstellung angekündigt. Mit ihrem Plan, den Mindestlohn auf 12 Euro zu erhöhen, macht sie dabei einen großen Schritt nach vorn. Aber ihn mit der Anhebung der Verdienstgrenze der Minijobs zu verknüpfen, ist gleichstellungspolitisch ein Schritt zurück!“, stellt Michaelis klar.

In vielen Unternehmen finden in diesem Jahr niedersachsenweit wieder Betriebsratswahlen statt. Der DGB ruft alle Frauen auf, daran teilzunehmen. „Betriebs- und Personalräte sorgen für bessere Arbeitsbedingungen für Frauen in Betrieben und Dienststellen. Ihre Rechte müssen dringend gestärkt werden, um etwa beim Einsatz von digitalen Arbeitsmitteln oder der Gewährung von Homeoffice auf Augenhöhe mit Arbeitgeber*innen und im Interesse der Beschäftigten verhandeln zu können“, betont Michaelis.

Anlässlich des Internationalen Frauentages finden in Niedersachsen rund 20 DGB-Veranstaltungen statt. Eine Übersicht über die Aktionen und den diesjährigen DGB-Aufruf zum Weltfrauentag finden sich hier: https://niedersachsen.dgb.de/-/c5z

 

 


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