Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 031 - 01.07.2020

DGB zu Arbeitsmarktzahlen: Investitionen bestes Rezept, um Konjunktur anzukurbeln

Die Corona-Krise setzt den niedersächsischen Arbeitsmarkt massiv unter Druck: Im Juni waren insgesamt 264.855 Menschen in Niedersachsen arbeitslos gemeldet, wie die Bundesagentur für Arbeit heute mitgeteilt hat. Seit März haben 79.804 Betriebe in Niedersachsen Kurzarbeit angezeigt. Dahinter stehen über 1,1 Million Beschäftigte, die potenziell von Kurzarbeit betroffen sind.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Niedersachsen, Dr. Mehrdad Payandeh, erklärt dazu: „Ein Blick auf den niedersächsischen Arbeitsmarkt zeigt, wie schwerwiegend die Corona-Krise die Wirtschaft und die Beschäftigten trifft. Die gute Nachricht ist: Kurzarbeit wirkt. Dies ist wichtig, damit wir schnell aus der Krise kommen. Kurzarbeit hält Menschen in Beschäftigung und stabilisiert die Nachfrage. Sie schafft die Basis für eine rasche Wiederaufnahme der Produktion, sobald sich die Auftragsbücher der Unternehmen wieder füllen.“

Allerdings hat sich im Juni die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen in Niedersachsen saisonuntypisch erhöht. Deshalb kommt es aus Sicht des gewerkschaftlichen Dachverbandes in den kommenden Wochen und Monaten entscheidend darauf an, die Wirtschaft anzukurbeln und die Konjunktur zu stärken. Dr. Mehrdad Payandeh: „Es muss unbedingt verhindert werden, dass die Corona-Krise chronisch wird und die Menschen dann von der Kurzarbeit in die Arbeitslosigkeit rutschen. Die Landesregierung muss jetzt die richtigen Impulse setzen. Es ist immer besser in Arbeit zu investieren als Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Investitionen sind das beste Rezept, um unsere Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Mit ihnen lässt sich unser Bundesland modernisieren und für die Herausforderungen der Zukunft rüsten.“


Hinweis: Das DGB-Konjunkturprogramm finden Sie unter https://niedersachsen.dgb.de/-/Wz8. Der DGB hat dazu ein 3-Säulen-Konzept vorgestellt und schlägt zur Finanzierung ei-nen Niedersachsenfonds vor.


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