Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 011 - 18.03.2015

Bündnis Duale Berufsausbildung: DGB erwartet klares Bekenntnis der Landesregierung zur Ausbildungsgarantie

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Niedersachsen begrüßt, dass die Landesregierung im Rahmen des Bündnisses für Duale Berufsausbildung die Attraktivität der dualen Berufsausbildung verbessern will. Gemeinsam mit dem Kultusministerium und einer Vielzahl von Akteuren haben die Gewerkschaften konstruktiv bei der Vorbereitung des Bündnisses mitgearbeitet. Dabei konnte Einigkeit hinsichtlich einer Reihe von wichtigen Reformen wie der Einrichtung von Jugendberufsagenturen und einer verbesserten Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen erzielt werden.

Eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg des Bündnisses ist aus Sicht der Gewerkschaften jedoch, dass die im rot-grünen Koalitionsvertrag zugesagte Ausbildungsgarantie umgesetzt wird. Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, betont: „Die Landesregierung muss dafür sorgen, dass jeder Jugendliche ein Recht auf Ausbildung erhält. Wir Gewerkschaften vermissen eine klare Aussage, dass die Ausbildungsgarantie tatsächlich kommt. Wenn die Landesregierung ihr Wahlversprechen bricht, ist das eine Bankrotterklärung für ihren politischen Gestaltungswillen.“

Der DGB-Vertreter weist darauf hin, dass es in Niedersachsen viel zu wenige Ausbildungsplätze, aber ein ausuferndes Übergangssystem gibt. Alleine im Jahr 2014 mündeten 39.000 junge Menschen neu in Übergangsmaßnahmen. Hartmut Tölle betont: „Diese sind oft reine Warteschleifen, die nicht zu einem brauchbaren Abschluss führen. Dieser Zustand darf nicht andauern. Wer keinen dualen Ausbildungsplatz findet, muss eine öffentlich geförderte Ausbildung erhalten, die mit der Kammerprüfung abschließt. Damit das Bündnis für duale Berufsausbildung ein Erfolg wird, muss die Ausbildungsgarantie umgesetzt werden.“

Die Arbeitgeber seien gefordert, deutlich mehr Ausbildungsplätze anzubieten, so Tölle: „Zur Zeit bildet nur jeder vierte Betrieb aus. Wir brauchen mehr Ausbildung zu guten Bedingungen. Hierzu gehören angemessene Vergütungen und verbindliche tarifliche Regelungen zur unbefristeten Übernahme nach der dualen Berufsausbildung.“

 


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