Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 037 - 21.09.2010

DGB fordert ergebnisoffene Standortsuche statt Vorfestlegung auf Gorleben

Gegen die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke wendet sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Nur durch den Ausstieg aus der Atomkraftnutzung gemäß Atomkonsens könne die künftig noch anfallende Menge an Atommüll reduziert werden, heißt es in einem Positionspapier des Ausschusses für Umweltfragen beim DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt. Zudem müsse für die Entsorgung der Abfälle eine überzeugende Lösung gefunden werden.

Heinz-Werner Persiel, Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen, sagte hierzu: "Die Entscheidung der Bundesregierung, Atomkraftwerke unter faktischer Deckelung zusätzlicher Sicherheitsausgaben länger laufen zu lassen, ist fatal. Wir fordern den Ausstieg aus der Atomenergieproduktion gemäß Atomkonsens. Nach geeigneten Endlagern muss bundesweit ergebnisoffen gesucht werden. Lokale Bevölkerung und Beschäftigte müssen bestmöglich in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Eine Vorfestlegung auf Gorleben lehnen wir strikt ab."

Der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle sagte: "Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sind vom Endlagerproblem besonders betroffen. Bundesregierung und Landesregierungen müssen ihre gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung betriebene Atompolitik endlich stoppen. Nicht Klientelpolitik zu Gunsten der vier großen Energiekonzerne, sondern der Ausstieg gemäß Atomkonsens, die Nutzung alternativer Energieformen und die Stärkung dezentraler Strukturen sind gefragt."

Der Ausschuss für Umweltfragen beim DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt ist ein Gremium aus haupt- und ehrenamtlichen Expertinnen und Experten, die die politische Arbeit des DGB und seiner Gewerkschaften in den Bereichen Umwelt-, Naturschutz- und Energiepolitik unterstützen. Er besteht seit 40 Jahren.


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