Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 029/2024 - 14.06.2024
PM 029/2024

Jury kürt Gewinner*innen des ersten Essay-Wettbewerbs „Transformation ist weiblich – Geschlechterperspektiven auf die Dekarbonisierung in Niedersachsen“

Symbol CO2 und Frauenzeichen

DGB/Kimmerry Craft und saepul nahwan via canva.com

Wie können Geschlechtergerechtigkeit und Dekarbonisierung in der Arbeitswelt zusammengedacht werden? Wie lässt sich die Transformation in Niedersachsen geschlechtergerecht gestalten?

Fragen wie diese waren für ein Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Niedersachsen, der Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit und dem Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen und Gewerkschaften Niedersachsen-Bremen der Anlass, einen Essaywettbewerb auszuloben. Dieser fragte erstmalig nach Geschlechterperspektiven auf die Dekarbonisierung in Niedersachsen und fand unter der Schirmherrschaft von Anka Dobslaw statt, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

In einer öffentlichen Preisverleihung am heutigen Freitag hat eine Jury der ausrichtenden Organisationen den Gewinnerinnen des Wettbewerbs Preise in Höhe von insgesamt 2750 Euro übergeben.

Den ersten Platz gewann Nina Heiting mit ihrem Essay „Keine Mauerblümchen: Frauen als Change Agents für eine gelungene Energiewende sichtbar machen!“. Überzeugend legt sie dar, dass die Transformationsrolle von Frauen in der Arbeitswelt mehr Sichtbarkeit bedürfe, da Studien belegen, dass Frauen umweltorientierter sind als Männer. Sie schlägt ein geschlechtsspezifisches Monitoring auf Landesebene vor, um Handlungsbedarfe zu identifizieren, Frauenbeteiligung zu erhöhen und die Energiewende zu beschleunigen.

Den zweiten Platz gewannen Julia Kümper und Ermana Nurković mit ihrem Essay „Transformation muss intersektional feministisch sein! – Warum ein kommunaler Transformationsprozess für alle, mit allen und von allen gestaltet werden muss.“ In diesem begreifen sie Transformation innovativ als kommunal umgesetzte Alltagspraktiken und schlagen „Safer Spaces“ vor, in denen Transformation lokal und beteiligungsorientiert gestaltet wird.

Zusätzlich zu den drei Gewinnerinnen wurden zwei Würdigungen für vielversprechende Ansätze in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ an Sarah Schütz und Thu Tra Le vergeben. Die beiden Bachelor-Studentinnen zeigen interessante Ideen in ihren Essays und werden mit dem Preisgeld dahingehend gefördert, ihre innovativen Ansätze auf dem Gebiet weiterzuverfolgen.

Anka Dobslaw, Schirmherrin des Wettbewerbs, hierzu: „Das rege Interesse an der Bearbeitung des blinden Flecks von Frauen und ihrer Rolle in der Transformation auf der niedersächsischen Landkarte spiegelt sich in der Vielfalt und den Impulsen der eingereichten Essays wider. Geschlechterperspektiven und Dekarbonisierung zusammenzudenken, das war ein Novum des Wettbewerbs. Ich freue mich über die neuen Ideen im Themenfeld.“

Kristin Reimers von der Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit ergänzt für das ausrichtende Bündnis: „Die beiden Gewinnerinnen-Beiträge setzen einen starken Fokus auf den Gestaltungsaspekt der Transformation. Sie legen überzeugend dar: Geschlechterperspektiven müssen mitgedacht werden, wenn wir die Transformation in Niedersachsen erfolgreich gestalten wollen! Diese Erkenntnisse gilt es nun in die Praxis umzusetzen – und die interessanten Vorschläge der Autorinnen weiterzuverfolgen.“

Bilder der Preisverleihung finden Sie hier.


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