Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 007 - 21.01.2005

DGB und IG Metall kritisieren Angriff des Ministerpräsidenten auf Betriebsratsvorsitzenden Günter Lenz

Tölle fordert Christian Wulff zu mehr Sachlichkeit auf

DGB und IG Metall kritisieren den Angriff des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff auf Günter Lenz, den Betriebsratsvorsitzenden des VW-Werkes Hannover. Der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle warf dem Ministerpräsidenten Unterstellung vor: "Günter Lenz ist weit davon entfernt, es für richtig zu halten, dass Politiker ohne Gegenleistung Geld von Unternehmen akzeptieren. Das Gegenteil ist der Fall: Günter Lenz hat immer deutlich gemacht, dass so ein Verhalten moralisch und politisch unsauber ist. Ein wenig mehr Sachlichkeit würde dem Ministerpräsidenten gut zu Gesicht stehen."

Die IG Metall kritisierte, dass der Ministerpräsident die Debatte um die Nebentätigkeiten von Politikern offenbar zum Anlass nehme, die Arbeit von Betriebsräten und Gewerkschaften zu diskreditieren. IG Metall-Sprecher Jörg Köther sagte: "Das ist ein durchsichtiger Angriff, der weder betriebliche Sachkenntnis zeigt noch der Stellung eines Ministerpräsidenten und Mitglied des VW-Aufsichtsrats angemessen ist. Gerade die Betriebsräte von VW und die IG Metall haben oft gezeigt, wie schwierige wirtschaftliche Situationen zu bewältigen und Arbeitsplätze zu sichern sind, wenn Unternehmensleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft Kompromisse finden. Dem VW-Betriebsratsvorsitzenden Betriebsferne vorzuwerfen ist abenteuerlich und ungerechtfertigt ist."

Tölle sagte: "Wir Gewerkschaften wollen, dass möglichst viele Menschen, die die Realität in Unternehmen kennen, in den Parlamenten arbeiten. Nur so können die Interessen von Beschäftigten und Unternehmen in der Politik wirksam vertreten und Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden."


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