Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 034 - 05.11.2007

DGB fordert bessere Förderung von erneuerbarer Energie durch Landesregierung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die niedersächsische Landesregierung auf, den Ausbau Erneuerbarer Energien stärker voran zu treiben. Nach heute (Montag) vorgestellten Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Niedersachsen-Bremen boomt die Beschäftigung in dieser Branche. Mittlerweile existieren niedersachsenweit bereits 10.000 Arbeitsplätze im Bereich der regenerativen Energien. Der DGB fordert die Landesregierung deshalb auf, die Entwicklungschancen dieser Branche eindeutiger als bisher zu nutzen. Bernd Lange, Umweltexperte des DGB Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt, sagte: "Es kann nicht sein, dass die eine Hand der Landesregierung die Windkraft tätschelt, während die andere Hand der erneuerbaren Energie Steine in den Weg legt." Windkraftanlagen seien keine technischen Monster, die Arbeitsplätze kosten, wie Umweltminister Heinrich Sander es verkündet habe. Windkraftanlagen leisteten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Klimabelastung und seien ein Beschäftigungsmotor. Dem DGB ist daher unverständlich, dass die Landesregierung Erneuerbaren Energien zum Beispiel bei den Mitteln zur EU-Strukturförderung keinerlei Stellenwert einräumt. "Neue Energie ist inzwischen auch in anderen Bundesländern Thema, sie werden schnell zu Niedersachsen aufschließen", warnt Lange. Um die Wettbewerbsstellung Niedersachsens zu erhalten und auszubauen, seien deshalb abgestimmte Aktivitäten des Landes erforderlich. Die größten Wachstumschancen lägen zukünftig im Export.
  • Nach den Vorstellungen des DGB braucht Niedersachsen ein abgestimmtes Rund-Um-Konzept zur weiteren Stärkung der erneuerbaren Energien. Dies geht von der intensiven Forschung über die Förderung von innovativen Anwendungen bis hin zur intelligenten Abfallentsorgung, etwa von Rotorblättern. Neben der Offshore-Windenergie bringt vor allem der Ersatz von Altanlagen auf dem Land durch neue effizientere Anlagen (Repowering) in Niedersachsen wirtschaftliche Potentiale. Hier sind Anreize zu geben und bürokratische Hemmnisse abzubauen. Niedersachsen muss die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2008 mit vorantreiben. Das EEG gibt Unternehmen Sicherheit und somit Investitionsanreize. Dieser erfolgreiche Weg muss weiter verfolgt werden.
Ulrich Gransee, Arbeitsmarktexperte des DGB Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt, sieht in dem Bereich der erneuerbaren Energien eine der wenigen längerfristig wachsenden Sektoren für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. "Hier entstehen anspruchsvolle und innovative Arbeitsplätze. Die Landesregierung muss alles tun, damit der Fachkräfte-Boom nicht plötzlich zu einem Fachkräftemangel wird. Deutlichere Anstrengungen in der Qualifizierung von Beschäftigten sind notwendig."

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