Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 050 - 30.11.2010

DGB zu Arbeitsmarktzahlen: Kein Anlass zur Euphorie

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt die Stabilisierung auf dem niedersächsischen Arbeitsmarkt, warnt aber vor übertriebener Euphorie. Zwar sei die Zahl der statistisch als arbeitslos Erfassten auf 6,9 Prozent zurückgegangen. Es gebe aber immer noch zu viele Menschen ohne stabile berufliche Perspektive.

  • So ist die Zahl der Arbeitslosen zwischen 55 und 65 Jahren auf mittlerweile 44.482 angestiegen. Das sind 9,8 Prozent mehr als im November 2009.
  • Nach wie vor sind zahlreiche Betriebe in Niedersachsen von Kurzarbeit betroffen. Insgesamt waren im August (aktuellster Monat) 17.103 Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen. Hierbei handelt es sich ganz überwiegend um Fachkräfte.
  • Von den 37.814 gemeldeten offenen Stellen im November waren 36 Prozent Leiharbeit-Jobs. Diese sind in der Regel deutlich schlechter bezahlt als reguläre Beschäftigung und mit hoher persönlicher Unsicherheit für die Betroffenen verbunden. Sie werden von Arbeitssuchenden nur mangels vorhandener Alternativen angenommen.

DGB-Landesvorsitzender Hartmut Tölle sagte: "Von einer drohenden Lücke bei Fachkräften, wie sie der niedersächsische Wirtschaftsminister sieht, kann keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Zahlen der Bundesagentur zeigen, dass zahlreiche Fachkräfte auf der Suche nach guter Arbeit sind. Schlecht bezahlte, befristete oder Leiharbeits-Jobs bieten ihnen keine ausreichende Perspektive."

Die Forderung von Wirtschaftsminister Jörg Bode nach Verlängerung der Lebensarbeitszeit, wies der DGB-Vertreter strikt zurück. Hartmut Tölle: "Die Rente mit 67 ist der völlig falsche Weg, um den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. In Zukunft müssen wir in eine ganz andere Richtung denken. Gerade das Instrument der Kurzarbeit hat gezeigt, dass Arbeitszeitverkürzung Stellen schafft und erhält."


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