Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 029 - 28.04.2005

DGB-Kritik am Zukunftstag-Chaos

- Papendick-Apel: "Konzeptlos und verwässert"

Der niedersächsische DGB sieht sich durch das Chaos am so genannten "Zukunftstag" in seiner Kritik an der Ausweitung des Girls-Days auf Jungen bestätigt. Die für Frauenpolitik zuständige Abteilungsleiterin Helga Papendick-Apel sagte: Das Chaos am Girls-Day zeigt, dass das neue Konzept nicht funktioniert. Der "Zukunftstag" ist der totalen Beliebigkeit preisgegeben. Wenn Jungen am "Zukunftstag" bei VW am Fließband stehen, ist beim besten Willen kein gleichstellungspolitischer Effekt zu erzielen. Es ist kein Unterschied mehr zwischen Betriebspraktikum und "Zukunftstag" zu erkennen.

Der Girls-Day sollte urspünglich mit dazu beitragen, das enge Berufswahlspektrum von Mädchen zu erweitern. Dieses Ziel wird durch den Beschluss Niedersachsens, den Girls-Day auch für Jungen zu öffnen, völlig verwässert. Die DGB-Vertreterin wies daraufhin, dass Frauen in Branchen und Berufen mit höheren Verdienstmöglichkeiten nach wie vor unterrepräsentiert seien. Junge Frauen entschieden sich meist für Büro- und Verkaufsberufe sowie Gesundheits- und soziale Berufe. Führungspositionen seien überwiegend in männlicher Hand. Papendick-Apel: "Von einer tatsächlichen Gleichstellung sind wir noch weit entfernt. Der Girls-Day könnte ein Puzzleteil sein, diese Ungleichbehandlung langfristig zu ändern. So wie er in Niedersachsen in diesem Jahr gehandhabt wird, greift er jedenfalls nicht."


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