Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 041 - 20.06.2005

DGB hält Aktionen des Ausbildungspaktes für unzureichend

Tölle: Jugend braucht Verbindlichkeiten, keine leeren Versprechen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hält die Aktivitäten des Landes zur Verbesserung der Ausbildungssituation für "unzureichend". Der DGB-Landesvorsitzende Hartmut Tölle sagte: "Nur auf Werbung zu setzen, wird leider wenig wirksam sein. Das reicht nicht aus, um die Ausbildungslücke zu schließen. In Niedersachsen sind Ende Mai noch über 27.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz." Er appellierte deshalb an die Politik, die Diskussion um die Umlagefinanzierung wieder aufzunehmen: "Das Ziel, allen ausbildungswilligen Jugendlichen einen Platz anzubieten, rückt ohne verbindliche Vorgaben in weite Ferne. Die Anstrengung des Paktes in allen Ehren - aber rund 70 Prozent der Unternehmen bilden nach wie vor nicht aus." Er mahnte, die Ausbildungsmisere endlich ernst zu nehmen: "Jugendliche brauchen keine leeren Versprechen, sondern verbindliche Zusagen."

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist nach Angaben der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit sehr angespannt. Von Oktober 2004 bis Mai 2005 haben die niedersächsischen Betriebe insgesamt lediglich 39.804 freie Lehrstellen gemeldet. Das sind 10,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr zuvor. Zugleich haben mehr als 57.000 Jugendliche eine Lehrstelle gesucht. Tölle: "Die vom Ausbildungspakt vorgegebene Zahl von 2.500 neuen Ausbildungsplätzen pro Jahr reicht bei weitem nicht aus."

Tölle kritisierte, dass über den Pakt Vorgaben an die Tarifvertragsparteien gemacht und Änderungen am Betriebsverfassungsgesetz gefordert werden: "Die Behauptung, dass Ausbildungsplätze aufgrund von Tarifverträgen oder Arbeitnehmerrechten fehlen, ist dreist. Im Gegenteil, Gewerkschaften schaffen durch Vereinbarungen in Tarifverträgen handfeste Regelungen, die Jugendlichen sichere Ausbildungsplätze bieten."


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